<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0">
	<channel>
		<title>News | Linking Lynx</title>
		<link>https://www.linking-lynx.org/?id=2</link>
		<description></description>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 02:46:25 +0200</pubDate>
		<category>Linking Lynx</category>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/umsiedlung-190</link>
			<title>Umsiedlung</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft&amp;nbsp;und Heimat, Baden-Württemberg, 16.07.2026:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Die Gene von Luchskatze Luna bereichern den Genpool der Luchspopulation im Land und sind ein wichtiges Fundament für den Fortbestand dieser seltenen Tierart“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL, am Donnerstag (16. Juli) anlässlich der Auswilderung des Luchses am Dienstag (14. Juli) im Rahmen des Projektes zur Bestandsstützung des Luchses in Baden-Württemberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, mittels Bestandsstützung eine Wiederbesiedlung Baden-Württembergs durch Luchse zu ermöglichen und somit den genetischen Austausch mit benachbarten Luchsbeständen im Schweizer Jura, den Vogesen oder dem Pfälzer Wald zu ermöglichen. Der Schwarzwald bietet dem Luchs mit seinen zusammenhängenden Waldflächen und seinem hohen Wildbestand ideale Lebensbedingungen. Im Rahmen des Projekts ‚Luchs Baden-Württemberg‘ werden Luchse ausgewildert, um dem kleinen Luchsvorkommen auf die Sprünge zu helfen. Weibliche Tiere sind dabei von zentraler Bedeutung, um den Bestand langfristig zu stärken. Mit Luna hat das Land insgesamt sechs Luchse ausgewildert. Damit steigt die Zahl der aktuell im Schwarzwald sicher nachgewiesenen selbstständigen Luchse auf insgesamt 12 Tiere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Begleitet wurde die Auswilderung von einer Schulklasse, die die Luchskatze auf den Namen Luna taufte. „Das Luchsprojekt ist eine Aufgabe über Generationen hinweg. Daher ist es uns wichtig, auch Schulkinder schon frühzeitig für Wildtiere, deren Lebensraum und deren Verhalten zu sensibilisieren“, sagte Ministerin Gentges.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neuer Luchsnachwuchs im Land nachgewiesen&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hierzu trägt auch der Nachwuchs der beiden vor zwei Jahren ausgewilderten Luchse Verena und Reinhold bei. In einer bereits verlassenen Wurfhöhle von Luchsin Verena konnten zahlreiche Haare sichergestellt werden. Bei der Untersuchung am Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik wurde DNA von Luchsin Verena und einem Jungtier bestätigt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Luchskuder Reinhold der Vater. Eine Begegnung von Reinhold und Verena in der vergangenen Paarungszeit konnte bereits über Fotofallenaufnahmen bestätigt werden. Luchse wechseln während der Jungtieraufzucht regelmäßig ihre Lagerstätte. Damit hat nach Elisabeth nun auch die zweite Luchskatze Nachwuchs bekommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Dass wir nach zwei Jahrhunderten heute wieder Luchsnachwuchs im Schwarzwald verzeichnen können, ist das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit vieler Beteiligter und Partner und zeigt, dass wir im Projekt sehr gut vorankommen. Ich danke allen am Projekt Beteiligten und gratuliere zu diesem Erfolg. Das ist gelebter Artenschutz“, betonte Ministerin Gentges.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt Bestandstützung leiste zudem einen Beitrag zum internationalen Biodiversitätserhalt und den Biodiversitätszielen der Bundesregierung und der EU.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für die Unterstützung des Luchsbestands und die notwendige Akzeptanz in Baden-Württemberg arbeiten die Landesregierung, wissenschaftliche Einrichtungen wie die FVA, der WWF Deutschland, der Zoo Karlsruhe, der Landesjagdverband und die Luchsinitiative Baden-Württemberg eng zusammen. Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Luchs und Wolf Baden-Württemberg begleitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Luchskatze Luna erhöht die Chancen auf weiteren Nachwuchs&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Luchskatze Luna stammt aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für den Karpatenluchs und ist wertvoll für den Genpool des noch kleinen Luchsvorkommens im Schwarzwald und darüber hinaus. „Sowohl die Anzahl an Tieren als auch die genetische Diversität ist entscheidend für den langfristigen Erhalt einer gesunden Population“, erklärte Prof. Dr. Ulrich Schraml, Direktor Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA). Die FVA achtet sehr genau darauf, wann der Luchs zum ersten Mal Beute macht – ein Zeichen dafür, dass das Tier gut in der Wildbahn zurechtkommt. Luna ist nun eines von drei Weibchen im Schwarzwald. Mit etwas Glück wird sie sich in der nächsten Paarungszeit mit einem der dort sesshaften Männchen fortpflanzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wissenschaftlich begleitet und tatkräftig unterstützt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wildbiologen und -biologinnen der FVA sind zuständig für das Monitoring des Beutegreifers Luchs im Land. Alle ausgewilderten Luchse werden mit Senderhalsbändern ausgestattet, um Daten zu ihrem Verhalten, ihren Streifgebieten und ihrer Fortpflanzung zu gewinnen. Damit lässt sich genau verfolgen, ob und wo sich die Luchse in Baden-Württemberg niederlassen. So gelang es der FVA im Juni dieses Jahres, den ersten Luchsnachwuchs im Land seit etwa 200 Jahren nachzuweisen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jägerschaft von zentraler Bedeutung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Beobachtung des Luchsbestands ist nur durch ein Zusammenspiel verschiedener Akteure möglich. Viele Luchsnachweise stammen aus der Jägerschaft. Durch ihre regelmäßige Präsenz im Wald und ihre fachliche Expertise sind Jägerinnen und Jäger wichtige Partner im Luchsmonitoring.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jägerinnen und Jäger setzen sich zudem für intakte Wälder und die Vernetzung von Lebensräumen ein – Maßnahmen, von denen der Luchs und zahlreiche weitere Tierarten profitieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Mit der heutigen Auswilderung setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für artenreiche, intakte Wälder. Unsere Jägerinnen und Jäger bringen sich mit Monitoring-Erfahrung und regionaler Verankerung ein. Mit fairem Dialog, Wissenstransfer und Identifikation schaffen wir die Voraussetzungen für ein praxisnahes Wildtiermanagement“, sagt Elke Marko Neugebauer, Bezirksjägermeisterin des Landesjagdverbands Baden-Württemberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zoos übernehmen eine wichtige Rolle im Artenschutz&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms der Europäischen Zoovereinigung EAZA stellen Zoos Luchse für Auswilderungen zur Verfügung. Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt freut sich: „Die Auswilderung von Luna ist etwas ganz Besonderes für uns. Sie zeigt, dass unsere weitläufigen und naturnahen Gehege von Anfang an viele Rückzugsräume bieten, so dass die Jungtiere mit wenig Kontakt zu Menschen aufwachsen können.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zudem betreibt der Zoo Karlsruhe ein Vorbereitungsgehege für Luchse. In diesem großzügigen Waldgehege fernab des Besuchsverkehrs werden die Tiere Wochen vor ihrer Auswilderung auf ein Leben in der Wildbahn vorbereitet. Auch Weibchen Luna, welches im Juni 2025 im Zoo Bojnice in der Slowakei geboren wurde, verbrachte dort die letzten Monate.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Stimmen zur Auswilderung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Sybille Klenzendorf, WWF Deutschland: „Der Schwarzwald schließt eine zentrale Lücke im mitteleuropäischen Luchsvorkommen. Vernetzte, sich selbst erhaltende Bestände sind das Ziel – heute kommen wir diesem Ziel einen Schritt näher.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verena Schiltenwolf, Luchs-Initiative Baden-Württemberg e.V.: „Seit Jahrzehnten setzt sich die Luchs-Initiative für eine gesunde Luchs-Population in Baden- Württemberg ein. Das bedeutet auch, dass eine breite Öffentlichkeit informiert ist und das Projekt unterstützt. Daher arbeiten wir eng mit den Gemeinden zusammen und klären über die Tierart Luchs auf, denn Wissen hilft bei Mythen. Die heutige Auswilderung zeigt: Breite Allianzen aus Ehrenamt, Wissenschaft und Praxis bewegen etwas – für Mensch und Wildtier.“&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1784205814-PM_2026_07_16_Freilassung_LUNA_Baden-Wuerttemberg.jpg" length="1129793" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/zucht-189</link>
			<title>Zucht</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Nationalpark Harz, 24.06.2026:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Mitarbeitenden des Nationalparks Harz freuen sich über Nachwuchs: Zucht-Luchsin „Rikki&amp;quot;, die seit vergangenem Jahr zusammen mit dem Kuder „Reto&amp;quot; in einem großen Freigehege des Nationalparks Harz lebt, hat drei Kätzchen zur Welt gebracht. Während der vergangenen Paarungszeit interessierten sich die beiden zwar sehr füreinander, trotz der intensiven Betreuung durch&amp;nbsp;Tierpfleger Paul Bridge&amp;nbsp;und diverser Kameras im Luchsgehege konnte jedoch keine Paarung der Luchse beobachtet werden. Bis zuletzt war also unklar, ob mit Nachwuchs gerechnet werden konnte. Seit Ende April berichtete Paul Bridge von dem zunehmenden Körperumfang der Luchsin, die außerdem immer heimlicher und vorsichtiger wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei eigens von der Nationalpark-Werkstatt konstruierte Wurfboxen waren im Gehege aufgestellt worden. Rikki inspizierte diese zwar genau, trug sogar Futter hinein, ließ die Holzkonstruktionen letztlich aber links liegen. Mitte Mai hörte Bridge vielmehr die Laute eines Luchswelpen aus der dichten und unzugänglichen Vegetation hinter einer der Kisten und konnte wenige Tage später erstmals ein Jungtier beobachten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jungtiere sollen später ausgewildert werden&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Nationalpark Harz beteiligt sich&amp;nbsp;am Luchs-Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des Europäischen Verbandes für Zoos und Aquarien (EAZA). Im Rahmen des sog. EEP (= EAZA Ex-situ Programm), werden Luchse unter Bedingungen gezüchtet und aufgezogen, die deren spätere Verwendung in Auswilderungsprojekten ermöglichen.&amp;nbsp;Rikkis und Retos Nachwuchs wird somit in einem Gehege aufwachsen, das für die Öffentlichkeit nicht erreichbar und nicht einsehbar ist. Menschliche Kontakte werden auf ein Minimum reduziert.&amp;nbsp;Selbst die Fütterung mit Wildfleisch wird so erfolgen, dass der Luchsnachwuchs keinen direkten Zusammenhang zwischen der Nahrungsgabe und den Tierpflegern herstellen kann.Anfang 2027 ist dann die Abgabe an eines der derzeit laufenden Wiederansiedlungsprojekte z.B. im&amp;nbsp;Thüringer Wald&amp;nbsp;im Erzgebirge oder im&amp;nbsp;Schwarzwald&amp;nbsp;vorgesehen.&amp;nbsp;„Damit leistet der Nationalpark Harz erneut einen wichtigen Beitrag zur Wiederansiedlung und zur dringend erforderlichen genetischen Stabilisierung des Luchs-Bestandes in Deutschland und darüber hinaus. Denn die ist Voraussetzung für das dauerhafte&amp;nbsp;Überleben&amp;nbsp;dieser außerhalb des Harzes immer noch sehr seltenen, ehemals ausgerotteten heimischen Tierart&amp;quot;, so Nationalpark-Leiter Dr. Roland Pietsch. Über den Zielort entscheiden wird eine „Verteilerplattform&amp;quot; mit Beteiligung der EAZA und internationaler Luchsexperten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im vergangenen September hatte der lange geplante und dennoch schwierige Transport der von Rikki aus dem Zoo der Ukrainischen Hauptstadt Kyiv in den Nationalpark Harz einen glücklichen Abschluss gefunden. Die Luchsin traf im Gehege des Nationalparks auf ihren Partner Reto, der zur Komplettierung eines Zuchtpaares aus dem Schweizer Tierpark La Garenne geholt worden war.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1782369948-PM_2026_06_24_Harzer_Zucht-Luchse_haben_Nachwuchs_Foto_Ole_Anders.jpg" length="1673270" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/umsiedlung-186</link>
			<title>Umsiedlung</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, Rheinland-Pfalz, 23.06.2026:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erstmals seit dem Abschluss des LIFE-Wiederansiedlungsprojekts (2016-2021) wurde wieder ein Luchs in Rheinland-Pfalz ausgewildert. Der Kuder (Luchsmännchen) namens Koda stammt aus einem speziellen Nachzuchtprogramm von Luchsen zur Auswilderung im Freiland, an dem der Tiergarten Nürnberg beteiligt ist. Mithilfe des gemeinsamen Projektes von SNU und FAWF soll die genetische Vielfalt des Luchsbestandes im Biosphärenreservat Pfälzerwald langfristig gesichert werden. Die Alosa-Stiftung hat eine Patenschaft für den Luchs übernommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Die Rückkehr der Luchse in den Pfälzerwald ist ein großer Erfolg. Forst, Jagd, Nutztierhaltung und Naturschutz arbeiten in diesem Projekt vorbildlich zusammen. Es ist von großer Bedeutung, dass nun die Grundsteine gelegt werden, um diesen Erfolg dauerhaft zu erhalten», sagte Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider, die zugleich Vorstandsvorsitzende der Stiftung Natur und Umwelt ist.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchskuder Koda wurde im Mai 2025 im Tiergarten Nürnberg geboren. Im Februar dieses Jahres zog er in ein Koordinationsgehege des Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe, um dort auf seine Auswilderung vorbereitet zu werden. «Wir freuen uns sehr darüber, dass nun ein Nürnberger Luchs einen Beitrag zum Erhalt Europas größter Katzenart im Pfälzerwald leistet. Auch diese Auswilderung zeigt deutlich, welche wichtige Rolle Zoos im Natur- und Artenschutz spielen», sagte Jörg Beckmann, Biologischer Leiter und stellvertretender Direktor des Tiergartens Nürnberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt zur Nachzucht der Luchse wird von der European Association of Zoos and Aquariums (EAZA) und dem Netzwerk Linking Lynx koordiniert. Koda soll sich mittelfristig in der Luchspopulation im Pfälzerwald mit Weibchen paaren und sich dadurch genetisch in die bestehende Population einbringen, um deren Diversität zu stärken. Die Luchspopulation im Biosphärenreservat umfasste rund 20 Gründertiere. Nach anfänglich positivem Trend führten Zufallsereignisse, wie der frühe Ausfall und die fehlende Reproduktion ausgewilderter Weibchen, zu einem erhöhten Inzuchtrisiko – verwandtschaftliche Paarungen und teils nicht überlebensfähige Jungtiere sind bereits dokumentiert.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Um dem entgegenzuwirken sollen in den nächsten fünf Jahren jährlich ein bis zwei genetisch passende Luchse ausgewildert werden», so Christine Schneider. «Die genetische Entwicklung wird analysiert und bei Bedarf kann das Projekt über weitere zehn Jahre fortgesetzt werden.»&amp;nbsp;Die Integration und Reproduktion der Tiere werden mittels Telemetrie und genetischem Monitoring evaluiert. Die systematische Sammlung und Analyse von Kot-, Haar- und Gewebeproben sollen Aussagen über die genetische Vielfalt und Verwandtschaftsverhältnisse ermöglichen, die die Basis für weitere Auswilderungen geben. Über die Freilassungsorte wird situativ entschieden. Alle fünf Jahre wird das Projekt hinsichtlich seines Maßnahmenerfolgs und weiterer notwendiger Schritte evaluiert.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1782218034-4096-2827-max_©SNU_Chris_Doulhy.jpg" length="2090646" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/projektupdate-188</link>
			<title>Projektupdate</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft&amp;nbsp;und Heimat, Baden-Württemberg, 22.06.2026:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Das Luchsmonitoring liefert uns wichtige Erkenntnisse zur Verbreitung und Populationsgröße der Luchse im Land und bildet eine wichtige Grundlage und Entscheidungsbasis für das Luchsmanagement. Aktuell sind mindestens elf Luchse in Baden-Württemberg bekannt. Es freut mich sehr, dass es dem Monitoring-Team des FVA-Wildtierinstituts in der vergangenen Woche gelungen ist, den ersten Luchsnachwuchs im Land zu bestätigen. Anhand der Telemetriedaten wurde die Wurfhöhle von Luchskatze Elisabeth gefunden, die Ende September ausgewildert wurde. Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein im Projekt der Bestandsstützung erreicht und wir können erstmals nach 200 Jahren wieder Luchsnachwuchs im Land begrüßen. Das ist ein großartiger Erfolg für den Artenschutz und das Bestandsstützungsprojekt ‚Luchs Baden-Württemberg‘, das ein nachhaltiges Luchsvorkommen im Land aufbauen will. Dieser Erfolg zeigt, welche große Bedeutung dem kontinuierlichen Luchsmonitoring sowie der Bestandsstützung der Tiere zukommt, dass die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) im Auftrag des Ministeriums sehr sorgfältig und zuverlässig durchführt“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL, am Montag (22. Juni) in Stuttgart.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Für die FVA ist das ein großer Erfolg, auf den unsere Fachleute gemeinsam mit unseren Partnern über Jahre hinweg mit großem Engagement hingearbeitet haben“, sagte Prof. Dr. Ulrich Schraml, Direktor der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg. „Unser Team konnte das Jungtier untersuchen. Es ist gesund und munter“, so Schraml. Genetische Proben werden voraussichtlich bald Aufschluss über die Vaterschaft geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Nachrichten aus dem Luchsmonitoring:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Luchskatze Verena trifft auf Kuder Reinhold&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst kürzlich wurde den Luchs-Expertinnen und -Experten der FVA ein besonderes Luchs-Highlight gemeldet: Aufnahmen auf Gemeindefläche Forbach (Landkreis Rastatt) zeigten sowohl Luchskatze Verena als auch Luchskuder Reinhold gemeinsam auf einer Bilderserie. Beide Luchse wurden Ende 2024 im Rahmen des Projektes ‚Luchs Baden-Württemberg‘ zur Stützung des Bestandes im Nordschwarzwald ausgewildert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchse leben einzelgängerisch und treffen sich nur zur Verpaarung in der sogenannten Ranzzeit, die von Februar bis April dauert. Ob auch aus dieser möglichen Verpaarung Nachwuchs hervorgeht, können erst weitere Nachweise zeigen. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Zwei weitere Tiere im Schwarzwald sesshaft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchskatze Elisabeth, die im Herbst 2025 im Nordschwarzwald ausgewildert worden war, gilt erst seit kurzem als territorial oder sesshaft: Nachdem sie zunächst zwei Monate im Gebiet des Auswilderungsortes östlich der Murg geblieben war, querte sie das Murgtal und ließ sich westlich der B500 nieder. Die Telemetriedaten, die ihr Sendehalsband liefert, zeigen: Seitdem ist sie diesem Gebiet treu geblieben. Als sesshaft gilt ein Luchs, wenn er mindestens über ein halbes Jahr hinweg in einem Gebiet nachgewiesen werden konnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fotofallenbilder aus Ühlingen-Birkendorf sowie aus Höchenschwand (Landkreis Waldshut) konnten außerdem ein weiteres territoriales Tier bestätigen: B3015, dessen Herkunft und Geschlecht bisher nicht bekannt sind, fühlt sich im Südschwarzwald heimisch. Seine bisherigen Nachweise erstrecken sich über das Gebiet zwischen Schluchsee, Ühlingen-Birkendorf und Todtmoos.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mindestens ein neuer Luchs in den Schwarzwald zugewandert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die genetische Analyse von Rissabstrichen an einem Beutetier auf Gemeindefläche Bühlertal (Landkreis Rastatt) Anfang April ergab einen neuen Luchs: den bisher noch unbekannten Kuder BW_LL025m. Weitere Informationen wie das Fleckenmuster oder die Herkunft des Kuders, sind noch unbekannt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Fotofallenmeldung von Anfang Juni aus der Gemeinde Löffingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) zeigte zudem einen Luchs mit bisher unbekanntem Fleckenmuster. Die FVA steht nun in Kontakt mit den Schweizer Kolleginnen und Kollegen um zu klären, ob dieses Individuum dort möglicherweise bereits bekannt ist. Ob es sich bei dem genetischen Nachweis und dem Fotofallenbild um zwei verschiedene Luchse handelt, kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht sicher bestätigt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Benennung von Luchsen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchse haben ein individuelles Fleckenmuster, das ähnlich wie der menschliche Fingerabdruck einzigartig ist. Sind die Fleckenmuster beider Körperseiten bekannt, so erhalten diese Luchse eine laufende Nummer, etwa B3015. Werden Luchse im Rahmen des Luchsmonitorings gefangen und besendert, erhalten sie traditionell einen zusätzlichen Rufnamen. Wenn ein Individuum nur genetisch über die Senckenberg-Datenbank bekannt ist, erhält es eine landesspezifische Kennung mit einer fortlaufenden Nummer sowie einem Geschlechtskürzel: BW_LL025m (LL steht für die wissenschaftliche Bezeichnung &lt;em&gt;Lynx lynx&lt;/em&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrundinformationen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das Projekt ‚Luchs Baden-Württemberg‘&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um das Luchsvorkommen im Land zu stärken, wurde 2023 das Projekt ‚Luchs Baden-Württemberg – Bestandsstützung der Luchsvorkommen in Baden-Württemberg und den angrenzenden Regionen‘ ins Leben gerufen. Ziel ist es, durch die gezielte Auswilderung von genetisch geeigneten Luchsen ein nachhaltiges Luchsvorkommen in Baden-Württemberg aufzubauen. Die Besenderung von Luchsen und das Monitoring sind wichtige Bausteine, um die Rückkehr der Luchse wissenschaftlich zu begleiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein weiteres Ziel ist der Austausch des Bestands in Baden-Württemberg mit den Luchsen im Pfälzer Wald, den Vogesen und dem Jura-Gebirge – so kann ein vernetztes Vorkommen entstehen, was zum Erhalt der Tierart Luchs in ganz Mitteleuropa beiträgt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die FVA hat die Projektleitung inne und arbeitet in enger Kooperation mit dem Landesjagdverband Baden-Württemberg, dem WWF Deutschland und dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe sowie der Luchs-Initiative Baden-Württemberg zusammen. Das Projekt wird durch die alosa Stiftung unterstützt. Auftraggeber ist das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die in Baden-Württemberg ausgewilderten Luchse stammen aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Karpatenluchse, welches durch die European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) koordiniert wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt „Luchs Baden-Württemberg“ wird vom&amp;nbsp;Extern:Expertinnen- und Experten-Netzwerk Linking Lynx(Öffnet in neuem Fenster)&amp;nbsp;begleitet, dass sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses beschäftigt.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1782369030-Mediemmitteilung_MLR_Baden-Wuerttemberg_FVA_Luchsjunges2026_72098ca34f.jpg" length="282952" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/projektupdate--183</link>
			<title>Projektupdate </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Bund Thüringen, 07.05.2026:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Große Freude im Artenschutzprojekt „Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen“: Die im August 2024 ausgewilderte Luchsin Vreni, von der lange jede Spur fehlte, ist wieder aufgetaucht&amp;nbsp;– gemeinsam mit mindestens einem Jungtier.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach ihrer Auswilderung im Thüringer Wald im August 2024 war der Kontakt zu Vreni aufgrund eines technischen Defekts am GPS-Sender frühzeitig abgebrochen. Über ein Jahr gab es kein Lebenszeichen des Tieres. Erst durch neue Aufnahmen von Fotofallen, die im Februar und März dieses Jahres entstanden, konnte Vreni nun anhand ihrer individuellen Fellzeichnung eindeutig identifiziert werden. Eine der Aufnahmen zeigt außerdem einen jungen Luchs, der Vreni in kurzem Abstand folgt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Wir sind überglücklich, dass Vreni noch am Leben ist und dass sie sich weiterhin im Thüringer Wald aufhält. Als ich die Luchsin und ihr Jungtier bei der Durchsicht der Fotofallen-Aufnahmen entdeckt habe, war dies für mich eine der Sternstunden unseres Projektes“, freut sich&amp;nbsp;Dr. Markus Port, Luchsexperte des BUND Thüringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Nach dem Ausfall des Halsbandsenders begann für uns im Projektteam eine lange Zeit der Ungewissheit“, ergänzt&amp;nbsp;Dr. Max Boxleitner vom WWF.&amp;nbsp;„Wir haben dennoch gehofft, wieder ein Lebenszeichen von Vreni zu bekommen. Die Hoffnung gibt man nie ganz auf.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Jungtier, das auf der zweiten Aufnahme zu sehen ist, ist bereits fast ausgewachsen, und dürfte im Frühjahr 2025 zur Welt gekommen sein. „Die etwa zweijährige Vreni hat sich also schon im ersten Jahr nach ihrer Auswilderung erfolgreich fortpflanzen können. Das ist ein großer Erfolg für unser Projekt“, erklärt Port. Luchse bringen einmal im Jahr, in der Regel im Mai oder Juni meist 2-4 Junge zur Welt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projektteam war durch die Aufnahme einer privaten Wildkamera auf Vrenis Spur gekommen, und hatte daraufhin im November 2025 begonnen, eigene Kameras in der Fläche aufzustellen. Großer Dank gilt den Jagdpächtern und Waldbesitzenden in der Region, deren Unterstützung einen entscheidenden Beitrag bei der Suche nach Vreni leistete.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tatkräftige Unterstützung kam außerdem von den zuständigen ThüringenForst Revierleitern. „Unsere Mitarbeitenden sind täglich draußen in der Fläche und unterstützen das Projekt nach Kräften, indem sie Beobachtungen und Hinweise aufnehmen und weiterleiten. Für die ThüringenForst-AöR stellt die Bestandsstützung des Luchses eine Bereicherung unseres Waldökosystems dar. Daher setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern dafür ein, ihm im Thüringer Wald weiterhin dauerhaft eine Heimat zu geben“, sagt&amp;nbsp;Jörn Ripken, ThüringenForst-Vorstand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob das zweite im Oktober 2025 fotografierte Jungtier noch am Leben ist, ist derzeit nicht bekannt. Nicht immer werden alle Jungtiere von einer Fotofalle erfasst. Die Jungensterblichkeit ist aber bei Luchsen hoch.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vreni stammt aus dem Wildnispark Zürich, wo sie im Frühjahr 2023 geboren wurde. Nach Beendigung des Wiederansiedelungsprojektes im Nationalpark Harz in den frühen 2000er Jahren, ist Vreni die erste in menschlicher Obhut geborene Luchsin, die in Deutschland im Freiland Junge zur Welt gebracht hat. Dies ist ein großer Erfolg für den Artenschutz!&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vrenis Nachwuchs markiert einen entscheidenden Schritt beim Aufbau einer stabilen Population. Ziel des Projekts ist es, im Thüringer Wald eine dauerhafte Luchspopulation zu etablieren und damit eine wichtige Verbindung zwischen den bestehenden Vorkommen im Harz und im Bayerischen Wald zu schaffen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 07 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1778143592-2026_03_19Vreni©_Luchs_Thueringen.JPG" length="2133732" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/projektupdate-182</link>
			<title>Projektupdate</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienmitteilung Wildnispark Zürich, 07.05.2026:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die freilebenden Luchsbestände sind in West- und Zentraleuropa stark unter Druck. Die einzelnen Populationen sind teilweise sehr klein und schlecht miteinander vernetzt, dadurch drohen die Bestände genetisch zu verarmen. Gezielte Auswilderungen tragen dazu bei, die Populationen miteinander zu verbinden und zu stärken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Koordiniert durch das internationale Netzwerk «Linking Lynx» wurden seit Anfang 2023 in Deutschland 16 in Zoos geborene Luchse ausgewildert. Drei davon stammen aus dem Wildnispark Zürich: Vreni sowie ihre Schwestern Verena und Freya.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erst verschollen, jetzt Hoffnungsträgerin&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Vreni wurde im August 2024 im Thüringer Wald ausgewildert. Wildtierkameras und ihr GPS-Sender zeigten, dass sie sich schon nach kurzer Zeit gut in ihrer neuen Umgebung eingelebt hatte. Rasch war sie auch in der Lage, Rehe zu jagen, obwohl sie dies im Rahmen der Zoohaltung nie üben konnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aufgrund eines technischen Defektes des Senders brach der Kontakt zu Vreni jedoch frühzeitig ab. Über ein Jahr gab es kein Lebenszeichen des Tieres. Erst durch neue Aufnahmen von Fotofallen konnte Vreni nun anhand ihrer individuellen Fellzeichnung eindeutig identifiziert werden. Eine der Aufnahmen zeigt ausserdem einen jungen Luchs, der Vreni in kurzem Abstand folgt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Artenschutzprojekt «Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen»&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
«Wir sind überglücklich, dass Vreni noch am Leben ist und dass sie sich weiterhin im Thüringer Wald aufhält. Als ich die Luchsin und ihr Jungtier bei der Durchsicht der Fotofallen-Aufnahmen entdeckt habe, war dies für mich eine der Sternstunden unseres Projektes», freut sich Dr. Markus Port, Luchsexperte des BUND Thüringen. Er gehört zum Team des Artenschutzprojekts «Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen».&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Jungtier, das auf der Aufnahme zu sehen ist, ist bereits fast ausgewachsen, und dürfte im Frühjahr 2025 zur Welt gekommen sein. «Die damals etwa zweijährige Vreni hat sich also schon im ersten Jahr nach ihrer Auswilderung erfolgreich fortpflanzen können. Das ist ein grosser Erfolg für unser Projekt», erklärt Port. Luchse bringen einmal im Jahr zwei bis vier Junge zur Welt. Wie gross der Wurf von Vreni war, ist nicht bekannt. Oft werden nicht alle Jungtiere von den Wildtierkameras erfasst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Thüringen als Brücke zwischen Harz und Bayrischem Wald&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Vrenis Nachwuchs markiert einen entscheidenden Schritt beim Aufbau einer stabilen Population in Thüringen und den angrenzenden Bundesländern. Ziel des Projekts ist es, im Thüringer Wald eine dauerhafte Luchspopulation zu etablieren und damit eine wichtige Verbindung zwischen den bestehenden Vorkommen im Harz und im Bayerischen Wald zu schaffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch im Wildnispark Zürich ist der Jubel gross. «Wir freuen uns sehr, dass Vreni sich im Thüringer Wald etablieren konnte», erklärt Karin Hindenlang Clerc, Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich.«Es erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit, dass wir zum Erhalt dieser wunderbaren Tierart in Europa beitragen können.» Der Wildnispark Zürich beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) und gehört zu den wenigen Zoos in Europa, wo Luchse gezielt auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden können.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 07 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1778145097-2026_02_27aVreni©_Luchs_Thueringen.JPG" length="2064087" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/umsiedlung-180</link>
			<title>Umsiedlung</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung, BUND&amp;nbsp;Thüringen, 21.04.2026:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gabriel ist ein etwa fünf bis sechs Jahre alter Kuder und stammt aus dem Gebiet Ardeluța (Landkreis Neamț) in den rumänischen Karpaten. Dort konnte er mithilfe einer Lebendfalle gesichert werden und wog zu diesem Zeitpunkt 23,6 Kilogramm. Wie alle Tiere im Projekt wurde er mit einem GPS-Halsbandsender versehen, der wichtige Daten über seine Bewegungen liefert und nach etwa einem Jahr automatisch abfällt. So können die Projektpartner verfolgen, wie sich Gabriel in seinem neuen Lebensraum bewegt und ein Revier etabliert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die größte Herausforderung für die Rückkehr des Luchses bleibt die Zerschneidung der Landschaft. Straßen, Siedlungen und intensive Landnutzung erschweren den Austausch zwischen den Populationen. Gerade deshalb kommt dem Thüringer Wald eine Schlüsselrolle zu: Als „Trittstein“ kann das Gebiet die Bestände im Harz und im Bayerischen Wald miteinander vernetzen. Erste Erfolge sind bereits sichtbar – im vergangenen Jahr konnten Zuwanderungen aus dem bayerischen Raum dokumentiert werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt lebt von der engen Zusammenarbeit zahlreicher Partner – von der Jägerschaft über Forst und Behörden bis hin zu Naturschutzorganisationen. Auch international ist die Kooperation ein zentraler Baustein: Ein Teil der ausgewilderten Tiere stammt als Wildfang aus den rumänischen Karpaten, wo eine der größten Luchspopulationen Europas lebt. Andere Luchse kommen aus Nachzuchten in europäischen Zoos.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Darüber hinaus unterstützt das Projekt in Rumänien auch das Monitoring der dortigen Luchspopulation und trägt so zum Schutz der Art in ihrem Herkunftsgebiet bei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit der Auswilderung von Gabriel setzt das Projekt ein weiteres starkes Zeichen für den Artenschutz in Thüringen und für die Rückkehr einer faszinierenden Tierart, die lange Zeit als verschwunden galt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
„Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von BUND, WWF, ThüringenForst, dem Wildkatzendorf Hütscheroda, dem Landesjagdverband Thüringen, dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, dem Naturpark Thüringer Wald, der Georg-August-Universität Göttingen sowie der rumänischen Projektpartner ACDB und Romsilva. Das Projekt ist Teil des europäischen Luchsexperten-Netzwerks Linking Lynx, das sich dem Erhalt und der Vernetzung der Luchspopulationen Mitteleuropas verschrieben hat. Ziel ist es, durch gezielte Auswilderungen und die Vernetzung bestehender Populationen eine stabile und eigenständige Luchspopulation in Mitteleuropa aufzubauen. Viele der im Thüringer Wald ausgewilderten Luchse stammen aus dem Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt wird im Programm „Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL)“ umgesetzt und Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten gefördert. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Freistaats Thüringen sowie aus ENL-Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1776852924-Gabriel_©MaxBoxleitner.jpg" length="1722785" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/wanderung-179</link>
			<title>Wanderung</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung, FVA Baden-Württemberg, 16.04.2026:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Luchsmonitoring der FVA gibt uns einen spannenden Einblick in das Leben der Tiere hier im Land: Aber es zeigt auch, dass die Population aktive Unterstützung braucht, um sich wieder dauerhaft zu etablieren&amp;quot;, sagt Forstminister Peter Hauk MdL anlässlich der Wanderung von Luchs Juro.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den frühen Morgenstunden eines Märztags überquerte Luchs Juro den Rhein bei Laufenburg (Baden) und wanderte in der Schweiz bis in die Ausläufer des Juragebirges. Dort durchstreift er seither die Kantone Baselland, Aargau und Solothurn, kommt aber auch immer wieder in die Nähe des Rheins. &amp;quot;Dass Wildtiere ein Gewässer schwimmend queren, ist durchaus möglich, auch die Nutzung von Brücken ist denkbar&amp;quot;, erklärt Eva Klebelsberg, Luchs-Expertin am FVA-Wildtierinstitut und Leiterin des Projekts &amp;quot;Luchs Baden-Württemberg&amp;quot;. &amp;quot;Für uns ist das trotzdem eine kleine Sensation, weil wir diese Bewegung zum ersten Mal auch anhand der Daten, die ein Halsbandsender liefert, beobachten und analysieren können – ein großer Erfolg für die Luchsforschung.&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Halsbandsender liefert seit Sommer 2025 Informationen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ursprünglich ist Luchs Juro wahrscheinlich aus den Schweizer Luchs-Vorkommen nach Baden-Württemberg zugewandert, schätzen die Expertinnen und Experten der FVA. Seine genaue Herkunft ist bisher unklar. Das vermutlich 2024 geborene Tier ist Ende August erstmals in Baden-Württemberg bei Schopfheim nachgewiesen worden. Der Nachweis gelang anhand eines Risses, der der FVA im Rahmen des landesweiten Monitorings gemeldet wurde. Noch am selben Abend erfolgte die Besenderung durch die FVA mit veterinärmedizinischer Hilfe des Zoos Karlsruhe und Unterstützung des örtlichen Jagdpächters.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Auf der Suche nach einer Partnerin: Südschwarzwald zur Ranzzeit verlassen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit seiner Besenderung war Luchs Juro in einem Streifgebiet von 780 Quadratkilometern unterwegs. Dabei wanderte er regelmäßig zwischen Kandern und Wehr über das Belchengebiet und galt seit Ende Februar im Südschwarzwald als territorial, also als sesshaft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anfang Februar beginnt die Paarungszeit der Luchse, die sogenannte Ranzzeit. Die Satellitendaten zeigten dem Luchsmonitoring der FVA: Luchs Juro schlug ab diesem Zeitraum immer wieder den Weg in Richtung Schweizer Grenze ein, bis er sie schließlich vermutlich auf der Suche nach einer Partnerin, querte. Im Südschwarzwald sind derzeit mindestens zwei weitere Luchse bekannt: Der territoriale Luchskuder Wilhelm und B3015, dessen Geschlecht noch unbekannt ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lebensraumvernetzung wichtig für gesunde Luchspopulation&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf seinem Weg in die Schweiz querte Luchskuder Juro bei Binzen zweimal erfolgreich die A98 – hier ist im März vergangenen Jahres ein junger Luchskuder überfahren worden. In Bad Säckingen querte er die B34. Erstmals gelang es zu dokumentieren, welche Abschnitte ein Luchs für seine Wanderung in die Schweiz tatsächlich nutzt. Gerade dafür sind Daten, die Halsbandsender verschiedener Tierarten an das FVA-Wildtierinstitut schicken, besonders wichtig. Sie zeigen, welche Wildtierkorridore genutzt werden und in welchen weiteren Bereichen Korridore oder Grünbrücken notwendig sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob Luchskuder Juro in der Schweiz sowohl ein geeignetes Territorium als auch ein Luchsweibchen findet oder ob er nach der Ranzzeit in den Südschwarzwald zurückkehrt, ist noch offen. Die FVA steht in engem Austausch mit der Stiftung KORA, die das Schweizer Luchsmonitoring koordiniert, sowie mit den betreffenden Kantonen. Dr. Kristina Vogt, Koordinatorin des Europäischen Netzwerks Linking Lynx und Luchs-Expertin bei KORA, erklärt: &amp;quot;Die Luchsbestände im Schwarzwald sind Teil der Oberrheinischen Luchsmetapopulation. Ein regelmäßiger genetischer Austausch zwischen ihnen ist wichtig für die langfristige Erhaltung des Luchses in dieser Region.&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;quot;Das Hochrheintal zwischen Schwarzwald und dem Schweizer Jura ist eine Barriere, die wandernde Wildtiere einschränkt&amp;quot;, sagt Eva Klebelsberg. Die Vernetzung von Lebensräumen sei hier durch verschiedene Landnutzungen sowie starken Bebauungsdruck zunehmend schwierig. &amp;quot;Es gibt nur noch wenige unverbaute Abschnitte des Rheins, die eine Querung in und aus der Schweiz ermöglichen. Aber auch sie verengen sich immer weiter durch Bauvorhaben.&amp;quot; Ein Austausch zwischen den Schweizer und den Baden-Württembergischen Luchsvorkommen sei aber unerlässlich, um eine stabile Luchspopulation im Dreiländereck zu etablieren. &amp;quot;Juro liefert uns daher auch Anhaltspunkte dafür, welche Korridore unbedingt zu erhalten sind, um die Wanderungen der Luchse zu ermöglichen.&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Projekt unterstützt Austausch zwischen Vorkommen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bisherige Erkenntnisse aus dem Luchsmonitoring der FVA und der Wildtierforschung zeigen, dass einzelne Luchsmännchen in ihren jungen Jahren auch stark zerschnittene und besiedelte Barrieren wie das Hochrheintal überwinden. Weibchen dagegen breiten sich deutlich zurückhaltender aus, überqueren Barrieren seltener und lassen sich meist in der Nähe ihres Geburtsreviers nieder. &amp;quot;Das Land will den so wichtigen Austausch zwischen den Luchsvorkommen fördern und hat aus diesem Grund das Projekt &amp;apos;Luchs Baden-Württemberg&amp;apos; ins Leben gerufen,&amp;quot; so Minister Hauk.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis zu zehn möglichst weibliche Luchse sollen im Schwarzwald ausgewildert werden. Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) hat das Projekt beauftragt. Seit 2023 wird es durch die FVA in enger Zusammenarbeit mit dem Landesjagdverband Baden-Württemberg, dem WWF und dem Zoologischen Garten Karlsruhe umgesetzt. Die Luchs-Initiative und die alosa-Stiftung unterstützen das Projekt. Ein wichtiger Baustein im Projekt ist der Lebensraumverbund. Damit liegt auch ein Augenmerk auf der Sicherung der Wildtierkorridore.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1703858930-Geslin_Laurent-005_Home_bearb.jpg" length="741665" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/zusammenarbeit-178</link>
			<title>Zusammenarbeit</title>
			<description>&lt;p&gt;Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen für eine eineinhalbtägige Konferenz in Zvolen zusammen. Als Plenarsprecherin war Karin Norén von der Universität Stockholm eingeladen. Sie sprach über den Genfluss zwischen kleinen, wiederangesiedelten Populationen am Beispiel des Polarfuchses.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Darüber hinaus trafen sich die Working Groups separat, um sich über den Stand ihrer Arbeiten auszutauschen sowie Herausforderungen und nächste Schritte zu diskutieren. Im Plenum wurden anschliessend die wichtigsten Herausforderungen und weiteren Schritte zusammengetragen. Dabei fiel immer wieder das Stichwort «Konnektivität» und wie entscheidend diese für das langfristige Überleben der Luchse ist. In einem nächsten Schritt wird nun die Bildung einer weiteren Working Group zum Thema Konnektivität geprüft. Darüber hinaus wurden mögliche Lösungen diskutiert, um der Herausforderung zu begegnen, dass mehrere Wiederansiedlungsprojekte nahezu gleichzeitig Bedarf an Luchsen anmeldeten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Linking Lynx-Netzwerk bedankt sich bei allen Teilnehmenden und Organisatoren für die gelungene Konferenz.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1774530232-PANA7698_group.JPG" length="3064141" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/projektupdate--177</link>
			<title>Projektupdate </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Sachsen, Deutschland, 18.03.2026:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit Anfang des Jahres häuften sich Hinweise auf einen Luchs in der Region zwischen Freiberg, Flöha und der deutsch-tschechischen Grenze des mittleren Erzgebirges. Das Tier war unter anderem in Fotofallen getappt und zeigte bei der Auswertung der Wildkamerafotos eine ähnlich schwache Fellzeichnung wie die des Luchsmännchens Juno, dessen Spur sich vor etwa anderthalb Jahren im Forstbezirk Eibenstock im Westerzgebirge verlor.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schließlich gab eine Luchsspur im Schnee bei Flaje, nahe der Grenze zu Sachsen, bei der auch eine Urinprobe gewonnen werden konnte, Gewissheit. Mit Hilfe einer genetischen Analyse konnte das Tier individualisiert werden: Es handelt sich eindeutig um das Luchsmännchen Juno, das am 18. März 2024 als erster Luchs im Rahmen des Projektes »RELynx Sachsen« ausgewildert wurde, wie das Landesumweltamt Sachsen heute in Dresden mitteilte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass Juno nach so langer Zeit wiedergefunden wurde, ist eine kleine Sensation für alle Projektbeteiligten und für das Luchsmonitoring in Sachsen. Der letzte eindeutige Nachweis von Juno stammte aus dem September 2024 von einer Fotofalle aus dem Forstbezirk Eibenstock. In der Region hatte sich Juno nach seiner Auswilderung kleinräumig aufgehalten. Was den zweijährigen Luchs veranlasst hatte, abzuwandern, ist unklar. In der Regel bleiben Luchse dort, wo schon andere Luchse sind. In Junos Fall waren es die beiden ausgewilderten Luchsweibchen Alva und Nova, deren Territorien sich mit dem Territorium von Juno überlappten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bleibt Juno im mittleren und östlichen Erzgebirge, trägt er in der diesjährigen Paarungszeit von Februar bis April wahrscheinlich nicht zu weiterem Nachwuchs in der kleinen Kernpopulation im Westerzgebirge bei. Dabei sind unterschiedliche Verpaarungen zwischen den Luchsen wünschenswert, um die Gene möglichst vieler ausgewilderter Tiere in die nächste Generation zu tragen und so eine genetische Vielfalt in der Population zu bewahren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier noch ein kurzer Überblick zu den anderen ausgewilderten Luchsen in Sachsen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;»Nova« ist Anfang 2025 nach Thüringen abgewandert. Fotofallenaufnahmen belegen, dass sie sich nach wie vor bei Jena aufhält.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&amp;nbsp;»Alva« hatte sich im Frühjahr 2025 mit »Chapo« gepaart und zwei Junge, ein Männchen und ein Weibchen, zur Welt gebracht. Sie streift nach wie vor großräumig durch ihr Territorium in der Region Eibenstock. Mit ihren beiden Jungtieren, die inzwischen stattlich herangewachsen sind, ist sie zuletzt am 1. März in eine Wildkamera getappt. Alle drei Tiere machen einen vitalen Eindruck.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;»Chapo« wird ebenfalls immer wieder großräumig in der Region Eibenstock nachgewiesen. Die letzte Fotofallenaufnahme stammt vom 9. März. Bemerkenswert sind Wildkameraaufnahmen aus dem Januar, die Chapo zusammen mit Alva zeigen. Das kann ein Zeichen auf die Paarungszeit sein. Außerhalb der Paarungszeit sind Luchse eher Einzelgänger. Die Aufzucht der Jungen übernehmen die Luchsweibchen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;»Charlie« trägt noch ein GPS-Senderhalsband und sendet regelmäßig Daten aus Tschechien. Er hält sich überwiegend westlich von Sankt Joachimsthal auf dem Truppenübungsplatz Hradiště auf.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;»Freya« ist wenige Wochen nach ihrer Auswilderung im Spätsommer 2025 in Richtung Zwönitz gewandert und hielt sich dort mindestens bis Ende Dezember in den waldreichen Gebieten östlich von Zwönitz auf. Wildkameraaufnahmen der Jägerschaft bestätigen das.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;In Sachsen wurden seit dem Frühjahr 2024 insgesamt sieben Luchse im Forstrevier Eibenstock des Westerzgebirges ausgewildert. Eines der Tiere lebt nicht mehr. Luchs »Anton« wurde nur wenige Wochen nach seiner Auswilderung überfahren. In diesem Jahr sollen im Spätsommer zwei weitere Luchse ausgewildert werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das »&lt;a href=&amp;quot;https://www.luchs.sachsen.de/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Projekt RELynx Sachse&lt;/a&gt;n« wurde 2022 durch den Freistaat Sachsen ins Leben gerufen. Im Zuge dessen sollen, über mehrere Jahre gestaffelt, bis zu 20 Karpatenluchse (Lynx lynx carpathicus) im Erzgebirge ausgewildert werden. Ziel ist es, eine Luchspopulation zu etablieren, die im Verbund mit anderen Luchsvorkommen in Deutschland und Europa dazu beitragen soll, die seltene und gefährdete Art langfristig zu erhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Wiederfund von Juno unterstreicht, wie wichtig das ehrenamtliche Netzwerk der Luchserfasser und der deutsch-tschechische Informationsaustausch zum Kenntnisstand und zum Schutz der Luchse sind. Zum RELynx-Projektteam gehört deshalb auch eine tschechische Wildtierbiologin, die über Wildkameras das Monitoring im Nachbarland betreibt und im Kontakt mit den lokalen Jägern und Förstern steht.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1773850364-Auswilderung_Luchs_Juno.jpg" length="2263545" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/projektupdate-172</link>
			<title>Projektupdate</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Landesamt für Umwelt, Landwirschaft und Geologie, 28.10.2025:&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projektteam von »&lt;a href=&amp;quot;https://www.luchs.sachsen.de/&amp;quot;&gt;RELynx Sachsen&lt;/a&gt;« wollte es kaum glauben, als es die »Fotofallen«-Bilder sichtete: Luchsin Alva, die im März 2024 im Eibenstocker Forst ausgewildert wurde, streift mit zwei Jungtieren durch die Wälder des Westerzgebirges. Damit kann erstmals seit fast 300 Jahren wieder eine Luchsreproduktion in Sachsen bestätigt werden, wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie heute in Dresden mitteilte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses freudige Ereignis, ein Jahr nach der erfolgreichen Etablierung der ersten ausgewilderten Luchse, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Tiere sich im Westerzgebirge wohlfühlen und sich das Erzgebirge als Lebensraum für diese streng geschützte Tierart eignet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als möglicher Vater kam von Anbeginn das aus dem Tiergarten Nürnberg stammende, ebenfalls 2024 ausgewilderte, Luchsmännchen Chapo in Frage. Am Ende der Paarungszeit, Anfang April 2025, hatten sogenannte Punkt-Lokationen, die von den GPS-Halsbandsendern gesendet werden, verraten, dass sich beide Luchse drei Tage gemeinsam in Alvas Territorium aufhielten. Ein sehr später Zeitpunkt für ein Treffen, da die Paarungszeit bei den Luchsen nur bis April andauert. Aufgrund des noch jungen Alters des Luchsmännchens, das zum Zeitpunkt der Paarung erst zwei Jahre alt war, konnte zunächst nicht sicher von einer erfolgreichen Fortpflanzung ausgegangen werden. Luchsmännchen erreichen in der Regel erst im Alter von drei Jahren die Geschlechtsreife, Luchsweibchen im Alter von zwei Jahren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alva ist ein Wildfang aus dem Schweizer Jura. Sie hat dort bereits Jungtiere aufgezogen. Diese Erfahrungen kommen dem sächsischen Luchsnachwuchs zugute. Denn alles, was die Jungluchse bis zum Alter von etwa zehn Monaten können müssen, lernen sie von ihrer Mutter. Die Luchsmännchen beteiligen sich nicht an der Jungenaufzucht. Bereits nach wenigen Monaten folgen die Jungluchse ihrer Mutter zur gerissenen Beute und unternehmen selbst erste Jagdversuche. Danach trennt sich der Nachwuchs von der Luchsmutter und sucht sich ein eigenes Territorium. Das ist eine Herausforderung und eine gefährliche Zeit für die noch unerfahrenen Jungluchse. Nur etwa die Hälfte der Luchsjungen erreichen das zweite Lebensjahr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projektteam »RELynx Sachsen« wird über Wildkameras überwachen, wie sich die Jungtiere entwickeln. Viel Erfahrung und Geduld sind dabei erforderlich. Luchse haben über einhundert Quadratkilometer große Streifgebiete, sodass es Wochen dauern kann bis sie wieder in eine »Fotofalle« tappen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund zum Projekt:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Projekt »RELynx Sachsen« soll eine Luchspopulation im Erzgebirge entstehen und als Trittstein die schon bestehenden Populationen im Bayerischen Wald und im Harz mit den ursprünglichen Populationen in den Karpaten verbinden. Das gelingt nur, wenn die ausgewilderten Luchse Nachwuchs zeugen. Auf diese Weise kann die Population wachsen und sich langfristig selbst erhalten. Zudem trägt Nachwuchs zur genetischen Vielfalt bei – ein wichtiger Faktor bei der geringen Anzahl von Luchsen in Deutschland.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Ausrottung der Luchse vor etwa 300 Jahren: An den letzten nachweislich erlegten Luchs in Sachsen erinnert in der Sächsischen Schweiz ein Luchsstein. Er ist auf den 3. April 1743 datiert.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1761719809-IMG_0061___frame_at_0m23s_1_.jpg" length="1748375" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/projektupdate-171</link>
			<title>Projektupdate</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bund Thüringen,&amp;nbsp;19.10.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Aufnahmen entstanden bereits am 29. Juli dieses Jahres, und wurden nun bei der Auswertung der Kameradaten entdeckt. Das Projekt-Team vermutet, dass es sich bei der Luchsin um die Luchsmutter des Vorjahres handelt. Die Luchsin dürfte wahrscheinlich aus Nordbayern zugewandert sein, wo während der letzten Jahre dank erfolgreicher Bestandsstützung durch die bayerischen Behörden ein kleines Luchsvorkommen entstanden ist.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei dem Vater der jungen Luchse könnte&amp;nbsp;es sich um einen im Rahmen des Projekts «Luchs Thüringen»&amp;nbsp;ausgewilderten Luchs handeln: Der aus den rumänischen Karpaten stammende Kuder Viorel hatte bald nach seiner Auswilderung in der Gegend von Sachsenbrunn sein Territorium etabliert, wie die Daten seines GPS-Halsbandes belegen. Während der kommenden Wintermonate wollen die Projektmitarbeitenden versuchen, über die Untersuchung von genetischem Material aus Kotproben zweifelsfreie Aussagen über die Vaterschaft zu treffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Markus Port, Naturschutzbiologe und Luchsexperte beim BUND Thüringen und an der Universität Göttingen: «Der Luchsnachwuchs im Thüringer Wald ist ein wichtiger Meilenstein unseres Projektes! Über die Untersuchung der Vaterschaft wollen wir herausfinden, welche Luchse sich fortpflanzen und so ihren Beitrag zur neu entstehenden Luchspopulation leisten. Dies hilft uns, von Anfang an die genetische Vielfalt der Population im Blick zu behalten.»&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viorel ist einer von sechs Luchsen, die seit 2024 im Projekt «Luchs Thüringen»&amp;nbsp;ausgewildert wurden. Initiiert und koordiniert wird das Projekt vom BUND Thüringen, der gemeinsam mit dem WWF Deutschland, ThüringenForst, dem Landesjagdverband Thüringen und weiteren Partnern die Rückkehr der Luchse in die Region begleitet. Mit dabei ist auch der Naturpark Thüringer Wald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ralf Kirchner, stellv. Geschäftsführer Naturpark Thüringer Wald: «Als Projektpartner unterstützt der Naturpark Thüringer Wald die Wiederansiedelung von Luchsen unter anderem beim Fotofallen-Monitoring. Umso mehr freut es uns, dass mithilfe einer von uns betreuten Kamera nun erneut Luchsnachwuchs im Thüringer Wald nachgewiesen werden konnte. Wir hoffen sehr, dass den jungen Luchsen noch weiterer Nachwuchs folgen wird.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im kommenden Jahr sollen weitere Luchse im Thüringer Wald angesiedelt werden. Das Ziel des Projekts «Luchs Thüringen»&amp;nbsp;ist es, eine stabile mitteldeutsche Luchspopulation aufzubauen, die als Bindeglied zwischen den bislang isolierten Beständen im Harz und im Bayerischen Wald dient. Auf diese Weise wird die genetische Vielfalt der Luchse gestärkt und das langfristige Überleben der Art in Deutschland gesichert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
«&lt;a href=&amp;quot;https://luchs-thueringen.de/de&amp;quot;&gt;Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen&lt;/a&gt;»&amp;nbsp;ist ein Gemeinschaftsprojekt von BUND, WWF, ThüringenForst, dem Wildkatzendorf Hütscheroda, dem Landesjagdverband Thüringen, dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, dem Naturpark Thüringer Wald, der Georg-August-Universität Göttingen sowie der rumänischen Projektpartner ACDB und Romsilva. Das Projekt ist Teil des europäischen Luchsexperten-Netzwerks Linking Lynx, das sich dem Erhalt und der Vernetzung der Luchspopulationen Mitteleuropas verschrieben hat. Ziel ist es, durch gezielte Auswilderungen und die Vernetzung bestehender Populationen eine stabile und eigenständige Luchspopulation in Mitteleuropa aufzubauen. Viele der im Thüringer Wald ausgewilderten Luchse stammen aus dem Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt wird im Programm «Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft»&amp;nbsp;(ENL) umgesetzt und vom Thüringer Umweltministerium gefördert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Sun, 19 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1761135170-Jungtiere-Fotofalle-©_luchs_Thueringen.jpeg" length="1845706" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/zucht-170</link>
			<title>Zucht</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Nationalpark Harz, 07.10.2025:&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach mehr als einem Jahr des Planens, Organisierens und angespannten Wartens hat es endlich geklappt: Die sieben Jahre alte Luchsin Rikki aus dem Zoo Kyiv in der ukrainischen Hauptstadt ist Ende September in Deutschland angekommen. Sie wird im Harz sehnlich erwartet:&amp;nbsp;Die Katze soll nach einer vierwöchigen Quarantäne in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen bei Hannover in das große Freigehege des Nationalparks Harz an der Rabenklippe einziehen und dort im Rahmen eines europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Nachwuchs sorgen. Im August war bereits&amp;nbsp;ihr zukünftiger Partner, ein Kuder aus der Schweiz, eingetroffen und hat sich mittlerweile in seinem neuen Domizil eingelebt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An einem Freitagmorgen erhielt Ole Anders, Luchsexperte der Harzer Nationalparkverwaltung, die erlösende Nachricht, dass Luchsin Rikki nach einer rund dreitägigen Reise von Kyjv über Polen nach Deutschland wohlbehalten in Sachsenhagen eingetroffen war und nach dem langen Transport durch das holländische Spezialunternehmen Crossborder Animal Services einen topfitten Eindruck machte. „Ich bin darüber mehr als erleichtert. Das war eine nervenaufreibende Zeit. Die größte Herausforderung war, das Tier nach Deutschland zu holen. Ein Lufttransport war aufgrund der Kriegssituation unmöglich, der Transport auf dem Landweg war sehr schwer zu organisieren&amp;quot;, berichtet er.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Galt es zunächst, bürokratische Hürden im Zusammenhang mit der Ausfuhr der geschützten Tierart aus der Ukraine zu überwinden, die erforderlichen Dokumente zu besorgen und die organisatorischen Probleme eines Tiertransports aus dem vom Krieg heimgesuchten Land zu bewältigen, kam es dann auch noch bei den Grenzübertritten zwischen der Ukraine, Polen und der Bundesrepublik zu erheblichen Verzögerungen, die die Reise der Luchsin quasi auf der letzten Etappe nochmal zu einem Krimi für die Beteiligten machte. Wegen Problemen und sprachlichen Schwierigkeiten bei der Zollabfertigung aufgrund von für die Grenzbehörden offenbar ungenügenden Papieren gingen stundenlang Telefonate, E-Mails und Messenger-Nachrichten zwischen Geert Wijnands, dem Chef der Transportfirma, der selbst im Cockpit des Transporters saß, dem Zoo in Kyiv, Ole Anders, den Grenzbehörden und dem zuständigen deutschen Veterinäramt hin und her, bis schließlich klar war, dass Luchsin Rikki die EU Grenze nach Polen und dann auch die deutsch-polnische Grenze passieren darf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verfügbare weibliche Luchse sind im Erhaltungszuchtprogramm extrem selten&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Zuchtempfehlung für die ukrainische Luchsin hatte die Zuchtbuchführerin im Tierpark Bern bereits am 3. September 2024 ausgestellt, also vor mehr als einem Jahr – so viel Zeit nahm die Vorbereitung des Transports letztendlich in Anspruch. Bei der Zuchtbuchführerin sind alle Tiere in diesem Erhaltungszuchtprogramm (EEP) gelistet, so auch der Schweizer Kuder. „Auf dem Papier passen die beiden Tiere genetisch gut zusammen&amp;quot;, erklärt Ole Anders. Die Vorgaben: Es soll eine unterartenreine Zuchtlinie mit einem niedrigen Inzuchtgrad sein. Doch ist es alles andere als einfach, ein Zuchtpaar zu bilden: „Weibchen sind im EEP extrem selten, fast alle sind in anderen Paaren gebunden&amp;quot;, weiß der Harzer Luchsexperte. So war es schon großes Glück, dass überhaupt eine passende Luchsin für den Harz zur Verfügung stand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Wir haben Kontakt mit dem Zoo in Kyjv aufgenommen und dort war man sofort einverstanden mit einer internationalen Kooperation&amp;quot;, berichtet er. Den Verantwortlichen in der Ukraine war es trotz der aufgrund des Krieges schwierigen und belastenden Bedingungen wichtig, an dem europäischen Artenschutzprojekt teilzunehmen. Als der Transporttermin näher rückte, die Zeit drängte und wichtige Papiere noch nicht vorlagen, bekam das Team des Harzer Luchsprojektes Unterstützung von der ehemaligen EU-Abgeordneten Viola von Cramon, die am Rande von politischen Konsultationen in der Ukraine direkt beim zuständigen Minister um Unterstützung für das Artenschutz-Vorhaben bat und damit dafür sorgte, dass die entscheidenden Schriftstücke kurzfristig ausgestellt wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Für den Nationalpark Harz und das Harzer Luchsprojekt ist es eine große Anerkennung, dass wir vom Europäischen Verband der Zoos und Aquarien (EAZA) in das Erhaltungszuchtprogramm einbezogen werden&amp;quot;, betont Anders. „Wir hatten die Fürsprache von anerkannten Experten. Das große und naturnahe Gehege an der Rabenklippe war dafür sicherlich ausschlaggebend.&amp;quot; Die Zucht von Luchsen ist neues Terrain für die Nationalparkverwaltung, in Person von Tierpfleger Paul Bridge verstärkt aber seit diesem Jahr ein ausgewiesener Fachmann das Team. Bridge war zuvor im Zoo Osnabrück beschäftigt und hat dort unter anderem mit Raubtieren wie Hyänen und Vielfraßen gearbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchsin Rikki wurde im Jahr 2018 geboren. Sie hat bisher noch keinen Nachwuchs gehabt. Nach der Quarantäne wird sie im Harz zur Eingewöhnung zunächst in einem Kleingehege untergebracht, noch durch Zaun von ihrem zukünftigen Partner getrennt. „Zum Beschnuppern&amp;quot;, sagt Ole Anders. „Wenn sie sich vertragen, kommen sie in ein gemeinsames Gehege.&amp;quot; Dann heißt es abwarten. Paarungszeit ist bei den Luchsen im zeitigen Frühjahr.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1760009711-PM_2025_10_07_Zuchtluchsin-aus-der-Ukraine_Foto-Wildtierstation.jpg" length="1042986" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--168</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Forst Baden-Württemberg, 30.09.2025:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Der Luchs&amp;nbsp;soll wieder heimisch werden in Baden-Württemberg. Mit dem Projekt der Bestandsstützung&amp;nbsp;helfen wir den Tieren, dauerhaft in ihren angestammten Lebensraum zurückzukehren. Ausgewildert werden nur gesunde, sorgfältig ausgewählte und vorbereitete Luchse. Die Auswilderung von Luchskatze Elisabeth ist etwas Besonderes. Weibliche Luchse wandern nicht sehr weit, daher ist ein Zuzug aus den Nachbarländern nicht zu erwarten. Luchskatzen sind aber eine wichtige Voraussetzung für die Begründung eines heimischen Luchsvorkommens im Nordschwarzwald. Daher freue ich mich besonders, dass wir mit der Entlassung von Elisabeth im Projekt vorankommen und den Anteil weiblicher Luchse in Baden-Württemberg erhöhen können, damit diese faszinierende Tierart den Schwarzwald wie einst wieder dauerhaft besiedeln kann», sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz,&amp;nbsp;Peter Hauk, anlässlich der Auswilderung im Nordschwarzwald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aktuell sind elf Luchse im Schwarzwald unterwegs&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Elisabeth steigt die Zahl der ausgewilderten Luchse auf fünf. Zusammen mit weiteren sechs männlichen Luchsen, die in den vergangenen Jahren auf natürlichem Weg zugewandert sind, streifen insgesamt elf Luchse durch den Schwarzwald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Luchsweibchen Elisabeth erhöht Hoffnung auf Nachwuchs&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Elisabeth folgt&amp;nbsp;Luchs Martin, den das Team um Projektleiterin Eva Klebelsberg von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)&amp;nbsp;im Juli 2025 am selben Ort ausgewildert hatte. Schon zwei Wochen später erbeutete Martin sein erstes Reh. «Das war ein guter Start für ihn», sagt Klebelsberg. «Für die Bestandsstützung ist Nachwuchs zentral. Für Elisabeth hoffen wir, dass sie sich ähnlich schnell und gut in ihrem neuen Streifgebiet zurechtfindet und vielleicht schon im kommenden Frühjahr für Nachwuchs sorgt», ergänzt die Biologin. Wie alle nun insgesamt fünf Luchse, die im Rahmen des Projekts bereits ausgewildert wurden, wird Elisabeth das Luchsvorkommen im Schwarzwald und in angrenzenden Regionen genetisch wertvoll bereichern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Elisabeth kam in Chemnitz zur Welt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Luchsweibchen Elisabeth kam im Mai 2024 im&amp;nbsp;Tierpark Chemnitz&amp;nbsp;zur Welt. Der Zoo beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA)&amp;nbsp;für den Karpatenluchs, die seltene Unterart des Eurasischen Luchses. Es hat das Ziel, eine genetisch vielfältige Population des Luchses zu erhalten. Der Luchsnachwuchs aus Zoologischen Einrichtungen ist wichtig, um den Genpool der Bestände in freier Wildbahn zu vergrößern und durch die Auswilderung weiblicher Tiere für Nachwuchs zu sorgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ab Anfang März 2025 bis zu ihrer Auswilderung lebte Elisabeth in dem neuen Koordinationsgehege des Zoos Karlsruhe, wo sie nur minimalen Kontakt zu Menschen hatte und bestmöglich auf ihr Leben in freier Natur vorbereitet wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Verhalten wird vor der Auswilderung intensiv beobachtet&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Bevor wir entscheiden, einen Luchs auszuwildern, schauen wir sein Verhalten genau an», erklärt Eva Klebelsberg: Elisabeth zeigte die erhoffte ausgeprägte Scheu vor Mensch und Hund. Außerdem kann sie ganze Wildkörper eigenständig aufbrechen. «Ausgezeichnete Voraussetzungen für ihr zukünftiges Leben im Schwarzwald», freut sich Klebelsberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor ihrer Auswilderung wurde Elisabeth noch einmal ausgiebig untersucht und geimpft. Anschließend besenderten die Expertinnen und Experten der FVA das Luchsweibchen mit einem Senderhalsband, um genau verfolgen zu können, wie Elisabeth ihren neuen Lebensraum nutzen wird. Das Monitoring ist daher ein wichtiges Modul innerhalb des Projekts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine besonders wichtige Rolle im Monitoring der Luchse kommt auch den Jägerinnen und Jägern vor Ort zu. Sie sind Auge und Ohr im Wald und unterstützen mit ihrer Expertise und Ortskenntnis, indem sie beispielsweise Sichtungen und andere Hinweise auf Luchse melden. Außerdem geben sie ihr Wissen über den Luchs an die Bevölkerung weiter.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1760421395-IMG-20250930-WA0002.jpg" length="1979676" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--165</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Sachsen, Deutschland, 01.09.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am heutigen Dienstag, 2. September 2025, ist ein weiterer Luchs im Rahmen des Projektes »RELynx Sachsen« im Forstbezirk Eibenstock/Westerzgebirge ausgewildert worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden mit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei dem Tier handelt es sich um die einjährige Luchsin Freya. Sie wurde im Wildnispark Zürich in einem speziellen Zuchtgehege des Karpatenluchs-Erhaltungsprogramms geboren. Die letzten Monate verbrachte Freya in einem Koordinierungsgehege des Wildkatzendorfs Hütscheroda in Thüringen, in dem sie gezielt auf ein Leben in der »Wildnis« vorbereitet wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Freya hat die vom Expertinnen- und Expertennetzwerk Linking Lynx entwickelten Verhaltenstests erfolgreich bestanden. Sie zeigt eine ausgeprägte Scheu gegenüber Menschen und hat im Gehege gelernt, ganze Wildkörper zu nutzen. Das ist ein wichtiger Schritt für ihre Eigenständigkeit in der Natur.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Auswilderung eines weiteren weiblichen Luchses ist ein bedeutender Beitrag zum Aufbau der noch kleinen Population in der Region. Mithilfe ihres Halsbandsenders kann künftig nachvollzogen werden, ob Freya im Forstbezirk Eibenstock auf andere Luchse trifft und wie sie sich in ihrem neuen Lebensraum zurechtfindet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst gestern wurde Luchs Charlie ausgewildert, der aus dem Zoo Karlsruhe stammt und jetzt durch den Eibenstocker Forst streift. Mit diesen beiden Tieren sind die Auswilderungen für das Jahr 2025 abgeschlossen. 2026 sind weitere Auswilderungen von zwei bis maximal drei Luchsen geplant.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fachlicher Hintergrund zu »RELynx Sachsen«&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
»RELynx Sachsen« ordnet sich in eine deutschlandweite Strategie ein. Mit den Auswilderungen im Erzgebirge leistet der Freistaat Sachsen einen Beitrag, dass Luchse ihre ursprünglichen Lebensräume in Deutschland wieder dauerhaft besiedeln können. Den in Sachsen ausgewilderten Tieren kommt dabei eine besondere Aufgabe zu: Sie sollen zu einer Vernetzung der nach wie vor empfindlichen mitteleuropäischen Luchspopulation beitragen und langfristig vor allem zwischen dem Harz, Bayern und Osteuropa für einen genetischen Austausch sorgen. Auswilderungen des Karpatenluchses finden aktuell in Projekten in Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg statt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das RELynx-Projekt arbeitet in enger Kooperation mit dem Expertennetzwerk Linking Lynx. Das Ziel von Linking Lynx ist es, Populationen miteinander zu verbinden und eine überlebensfähige Luchs-Metapopulation zu etablieren, die sich von den Karpaten über die deutschen Mittelgebirge bis in den Jura und die Westalpen erstreckt. Dafür braucht es eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, weitere Wiederansiedlungen sowie die genetische Stärkung bedrohter Populationen. Die Experten entwickeln gemeinsam Protokolle und Standards, unter anderem für die Eignung von Gehegeluchsen für Auswilderungen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1756819927-Freya_(7).jpg" length="3028234" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--161</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Sachsen, Deutschland, 01.09.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Montag, 01.09.2025, ist der sechste Luchs im Rahmen des Projektes »RELynx Sachsen« im Forstbezirk Eibenstock/Westerzgebirge ausgewildert worden. Dabei handelt es sich um den 13 Monate alten Luchs Charlie, wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mitteilte. Der Transport und die Auswilderung sind reibungslos verlaufen. Charlie ist der erste Luchs, der auf Basis einer geänderten Strategie im Projekt »RELynx Sachsen« ausgewildert wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: »Wir können den Artenschutz nicht isoliert betrachten, sondern müssen ihn immer im Ausgleich mit seinen umgebenden Interessen sehen. Das ursprünglich angelegte Projekt »RELynx Sachsen« war, bezogen auf die Akzeptanz vor Ort und die Finanzen, zu ambitioniert. Mit der geänderten Auswilderungsstrategie werden wir diesem Anspruch besser gerecht: wir strecken das Projekt zeitlich, wir sparen Geld, wir sichern dennoch den Artenschutz für den Luchs. Pragmatisch, einfach und wirksam. Das ist mein Verständnis von einem akzeptierten Artenschutz, der integriert gedacht wird.«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Auswilderungsstrategie wird angepasst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Um einen gelingenden Ausgleich zwischen der Akzeptanz vor Ort, den fachlichen Erfordernissen des Artenschutzes, dem Ressourceneinsatz und dem nach EU-Recht nötigen Schutz des Luchses zu erreichen, wurden neue Eckpunkte für das Auswilderungsprogramm definiert. So wird das Projekt zum einen zeitlich gestreckt. Statt etwa fünf Tiere pro Jahr bis Ende 2027 auszuwildern, werden es bis 2030/2031 nur zwei bis drei Luchse jährlich sein. Die Obergrenze liegt bei 20 Individuen insgesamt. Damit wird einer Überforderung der Region vorgebeugt und gleichzeitig kann die Trittsteinpopulation im Einklang mit wissenschaftlichen Kriterien langsam aufwachsen. Zum anderen wird das Projekt regional begrenzt. Ausgewildert wird nur auf Staatswaldflächen in Eibenstock und Umgebung. Eine aktive Ansiedlung im Osterzgebirge und anderen Regionen Sachsens wird nicht mehr verfolgt. Die Besiedlung anderer Landstriche bleibt damit dem natürlichen Lauf vorbehalten, wird nicht künstlich forciert und gleichzeitig genau beobachtet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Veränderungen wird es auch in der Projektkoordinierung geben. Der bestehende Vertrag mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, vertreten durch das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, läuft Ende 2027 aus und wird über diesen Zeitpunkt hinaus zur Einsparung von Landesmitteln nicht verlängert. Gleiches gilt beispielsweise für Maßnahmen der regionalen Öffentlichkeitsarbeit und der Netzwerkarbeit, die auf das Jahr 2026 begrenzt werden. Ab diesem Zeitpunkt ist vorgesehen, die Finanzierung durch Drittmittel sicherzustellen. Aufgrund der geänderten Auswilderungsstrategie ergibt sich eine Einsparung von annähernd 25 Prozent gegenüber der ursprünglichen Projektkalkulation. Das entspricht mehr als 225.000 Euro.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Von Karlsruhe nach Eibenstock: Das Luchsmännchen Charlie&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Das Luchsmännchen Charlie stammt aus dem Zuchtprogramm des Zoos Karlsruhe. Er wurde dort im Juli 2024 geboren und anschließend in einem an den Zoo angrenzenden Koordinierungsgehege menschenfern auf seine Auswilderung vorbereitet. Der Zoo Karlsruhe fokussiert sich auf den Artenschutz und trägt mit der gezielten Zucht dazu bei, die Luchsbestände in Deutschland wiederaufzubauen. Zur Einordnung: Gehegeluchse, die für eine Auswilderung bestimmt sind, werden in einem zooübergreifenden Projekt des Europäischen Zooverbands (EAZA) gezielt gezüchtet. Das Experten-Netzwerk »Linking Lynx« koordiniert unter Berücksichtigung von Eignung, Geschlecht und Genetik die Verteilung der Gehegeluchse an die verschiedenen Auswilderungsprojekte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass das Luchsmännchen die Voraussetzungen für ein Leben in der Wildnis erfüllt, zeigten Verhaltenstests: er ist scheu, meidet Menschen und reagiert nicht auf Hunde. Zudem bestand Charlie alle Gesundheitschecks und bringt wertvolle Gene in die im Aufbau befindliche Luchspopulation ein. In den weitläufigen Wäldern des Westerzgebirges soll sich das Luchsmännchen in den noch kleinen Individuenbestand der zwei sesshaften Luchse Alva und Chapo im Forstbezirk Eibenstock eingliedern. Um Charlies Aktivitäten zu überwachen, trägt er einen Halsbandsender. Die nächsten Monate werden zeigen, wie Charlie den neuen Lebensraum erkundet und ob er sesshaft wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fachlicher Hintergrund zu »RElynx Sachsen«&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
»RELynx Sachsen« ordnet sich in eine deutschlandweite Strategie ein. Mit den Auswilderungen im Erzgebirge leistet der Freistaat Sachsen einen Beitrag, dass Luchse ihre ursprünglichen Lebensräume in Deutschland wieder dauerhaft besiedeln können. Den in Sachsen ausgewilderten Tieren kommt dabei eine besondere Aufgabe zu: Sie sollen zu einer Vernetzung der nach wie vor empfindlichen mitteleuropäischen Luchspopulation beitragen und langfristig vor allem zwischen dem Harz, Bayern und Osteuropa für einen genetischen Austausch sorgen. Auswilderungen des Karpatenluchses finden aktuell in Projekten in Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg statt.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1756800384-Charlie_(1).jpg" length="2970032" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-164</link>
			<title>Auswilderung</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mitteilung Luchs Thüringen, 29.08.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Carlo stammt aus dem Zoo Karlsruhe, wo er in einem großen, naturnah gestalteten Gehege ohne direkten Kontakt zu Menschen aufwuchs. Nach seiner Ankunft in Thüringen verbrachte er zunächst einige Zeit im Auswilderungsgehege, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Seit heute streift er frei durch den Thüringer Wald und reiht sich in die Gruppe der bisher ausgewilderten Luchse Frieda, Viorel, Vreni, Kilian und Ionel ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Jahr lang wird Carlo mithilfe eines GPS-Senders beobachtet, der Einblicke in Carlos Raumnutzung und Verhalten erlaubt. Anschließend fällt das Halsband automatisch ab. Nur durch verlässliche Daten lässt sich einschätzen, wie erfolgreich das Projekt ist und ob sich im Thüringer Wald langfristig eine stabile Luchspopulation etablieren kann. Ergänzend liefern Fotofallen regelmäßig Einblicke in das Leben der Tiere: So wurde etwa die Luchsin Frieda kürzlich nahe des Ruppbergs von einer Wildtierkamera erfasst. Auch die Daten von Ionel, Kilian und Viorel bestätigen, dass sie sich in ihrer neuen Umgebung gut eingelebt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gemeinsam mit Carlo konnte auch der junge Luchs «Baron»&amp;nbsp;ausgewildert werden. Er war im Juni in der Umgebung von Bockstadt gesichtet worden und wirkte abgemagert. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden sowie der örtlichen Jägerschaft entschied das Projektteam «Luchs Thüringen», ihn einzufangen und in Obhut zu nehmen. Durch die engagierte Pflege des Bärenparks Worbis erholte sich «Baron»&amp;nbsp;rasch: Inzwischen bringt der einjährige Kuder 14 Kilogramm auf die Waage und ist wieder fit für die Wildnis.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob er sich in der Wildnis wieder zurechtfinden wird. Als Projektteam sind wir froh, dass wir ihm eine neue Chance geben konnten. Es liegt nun allein in seiner Hand, sie auch zu ergreifen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1756804326-Luchs_Carlo_(c)_Max_Kesberger_-_Luchs_Thueringen.jpg" length="1997781" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--159</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, 25.07.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Jahrhundertelang war der Luchs in unseren Wäldern heimisch, bis er verdrängt wurde. Heute ist der Luchs in Mitteleuropa stark bedroht. Das Projekt der Bestandsstützung in Baden-Württemberg trägt dazu bei, den Tieren eine dauerhafte Rückkehr in ihren angestammten Lebensraum zu ermöglichen. Auswilderungen von gesunden, sorgfältig ausgewählten und vorbereiteten Luchsen sind dafür unverzichtbar. Der Luchs Martin kann dazu beitragen, dass diese faszinierende Tierart den Schwarzwald wie einst wieder dauerhaft besiedelt. Ich freue mich, dass wir heute wieder einen Luchs in die Natur entlassen konnten und somit im Projekt ,Luchs Baden-Württemberg‘ einen Schritt weiter vorankommen», sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Freitag (25.&amp;nbsp;Juli) anlässlich der Auswilderung im Nordschwarzwald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Luchskuder Martin erhöht Hoffnung auf Nachwuchs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Bereits Ende 2024 hat das Projektteam um Leiterin Eva Klebelsberg von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) Luchskatze Verena und Luchskuder Reinhold im Nordschwarzwald ausgewildert. «Beide Tiere haben sich sehr gut im Gebiet etabliert», sagt die Biologin. «Mit Martin folgt nun ein Luchs, der sich genetisch bestens eignet, um den Luchsbestand im Schwarzwald und in angrenzenden Vorkommen zu bereichern.«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Micha Herdtfelder, Leiter des Arbeitsbereichs Luchs und Wolf der FVA, ergänzt: «Wir hoffen sehr, dass sich auch Martin gut zurechtfindet. Zusammen mit weiteren fünf Luchskudern, die in den letzten Jahren auf natürlichem Weg zugewandert sind steigt die Zahl der Luchse im Schwarzwald jetzt auf insgesamt acht Tiere.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zoos haben eine wichtige Funktion im Artenschutz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Kuder Martin kam im Juni 2024 im Tiergarten Nürnberg zur Welt. Seit Anfang März 2025 lebt er in dem neu bestehenden Koordinationsgehege im Tierpark Oberwald des Zoos Karlsruhe, wo er nur minimalen Kontakt zu Menschen hatte und bestmöglich auf sein Leben in freier Natur vorbereitet wurde. Finanzielle Unterstützung des WWF und der Artenschutzstiftung des Zoo Karlsruhe hatten den Bau des in Baden-Württemberg einzigartigen Geheges ermöglicht. «Es ist ein besonders emotionaler Augenblick für mich», erklärt Prof. Dr. Matthias Reinschmidt, Direktor des Zoo Karlsruhe. «Das Tier hat einige Monate bei uns im Koordinationsgehege gelebt und wurde auf die Auswilderung vorbereitet. Jetzt ist er im Schwarzwald und soll dazu beitragen, dass der Luchs bei uns in der Natur wieder eine Zukunft hat. Das ist bewegend.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die beiden genannten Zoos beteiligen sich am so genannten Ex-Situ-Zuchtprogramm (EEP) – auch bekannt als Europäisches Erhaltungszuchtprogramm – der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) für den Karpatenluchs. Das Programm zielt darauf ab, eine genetisch vielfältige Population des Luchses zu erhalten. Zusätzlich erfüllen die beiden Zoos weitere Voraussetzungen, Luchse aus diesem Programm auch für Auswilderungen zur Verfügung stellen zu können. «Der Luchsnachwuchs aus Zoologischen Einrichtungen ist wichtig, um den Genpool der Bestände in freier Wildbahn zu vergrößern und durch die Auswilderung weiblicher Tiere für Nachwuchs zu sorgen», betont Eva Klebelsberg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wissenschaftliche Begleitung zentral&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Tests im Vorfeld der Auswilderung zeigte Martin das geforderte, ausgeprägte Meidungsverhalten vor Mensch und Hund.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ebenfalls kann das Tier bereits ganze Wildkörper nutzen. Die Tierärzte des Zoos Karlsruhe haben Martin vor der Auswilderung noch einmal gründlich untersucht und geimpft. Im Anschluss wurde er durch die FVA besendert. Über diese Besenderung können wertvolle Informationen gesammelt werden, wie die Luchse ihren Lebensraum nutzen. Das Monitoring ist daher ein wichtiges Modul innerhalb des Projekts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jägerinnen und Jäger unterstützen tatkräftig&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Eine besonders wichtige Rolle im Monitoring der Luchse kommt den Jägerinnen und Jägern vor Ort zu. Sie sind Auge und Ohr im Wald und unterstützen mit ihrer Expertise und Ortskenntnis, indem sie beispielsweise Sichtungen und andere Hinweise auf Luchse melden. Außerdem geben sie ihr Wissen über den Luchs an die Bevölkerung weiter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Projekt funktioniert bislang exzellent. «Die Jägerschaft setzt sich auch für geschützte Arten des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes ein», sagte Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann und ergänzt: «Essentiell für den Luchs sind neben der Bestandsstützung vor allem eine Verbesserung und der Ausbau der Wanderkorridore, beispielsweise durch mehr Grünbrücken im Land.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Stimmen zur Auswilderung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Sybille Klenzendorf, WWF Deutschland: «Vor über 180 Jahren wurde der letzte Luchs in Baden-Württemberg ausgerottet. Nun können wir endlich seine Rückkehr feiern. Bislang gibt es nur drei ständige Luchsvorkommen in Deutschland: im Pfälzer Wald, im Harz und im Bayrischen Wald. Der WWF unterstützt Auswilderungsprojekte, um die Vernetzung der Bestände voranzutreiben. Unser Ziel ist eine Verbindung der einzelnen Populationen in ganz Europa.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verena Schiltenwolf, Luchs-Initiative Baden-Württemberg e.V.: «Die Luchs Bestandsstützung in Baden-Württemberg ist auf einem guten Weg und es ist sehr wichtig, zügig weitere Tiere auszuwildern. Daher begrüßen wir es sehr, dass nun erneut ein Tier seinen natürlichen Lebensraum im Schwarzwald erobern darf.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Prof. Dr. Ulrich Schraml, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA): «Wie schön, dass die jahrelange Vorbereitung durch das Team der FVA mit einer weiteren erfolgreichen Auswilderung Früchte trägt! Forschung, Monitoring und Wissenstransfer sind zentrale Bausteine für eine konfliktarme Rückkehr großer Beutegreifer nach Baden-Württemberg. Die konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure in der AG Luchs Baden-Württemberg trägt ganz wesentlich dazu bei, die Akzeptanz für die Tiere bei den verschiedenen Interessengruppen zu fördern. Ein voller Erfolg!»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Kristina Vogt, Koordinatorin des Linking Lynx Expertennetzwerk: «Die Auswahl und Vorbereitung des Luchses geschah nach strengen Kriterien, die im Experten-Netzwerk Linking Lynx entwickelt wurden. Wir freuen uns, dass der Luchs nun ausgewildert werden konnte. Die Stützung der Luchspopulation im Schwarzwald ist von großer Bedeutung für eine bessere Vernetzung der Luchsvorkommen in West- und Mitteleuropa.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Jörg Beckmann, Stellvertretender Direktor Tiergarten Nürnberg: «Wir freuen uns sehr darüber, dass wir unsere Nachbarn in Baden-Württemberg mit einem Nürnberger Luchs bei der Auswilderung Europas größter Katzenart unterstützen können.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrundinformationen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Luchs ist in Mitteleuropa stark bedroht. Daher wurde 2023 das Projekt ,Luchs Baden-Württemberg – Bestandsstützung der Luchsvorkommen in Baden-Württemberg und den angrenzenden Regionen‘ ins Leben gerufen. Das auf vier Jahre angelegte Projekt möchte den Grundstein legen für eine gesunde, stabile Luchspopulation im Schwarzwald, die eigenständig überlebensfähig ist und sich mit angrenzenden Populationen im Schweizer Jura, den Vogesen und dem Pfälzer Wald zu einer Meta-Population verbindet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis Ende 2027 sollen im Rahmen des Projekts etwa zehn, vornehmlich weibliche, Tiere ausgewildert werden. In diesem Projekt arbeiten die Landesregierung über die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), der Zoo Karlsruhe, der WWF Deutschland, der Landesjagdverband Baden-Württemberg und die Luchs-Initiative Baden-Württemberg als Konsortium eng zusammen. Das Projekt wird zudem von der alosa Stiftung gefördert und von der Arbeitsgruppe ,Luchs und Wolf Baden-Württemberg‘ begleitet. Gemeinsames Ziel ist es, den Luchsbestand im Land zu stützen und die notwendige Akzeptanz für den Luchs in Baden-Württemberg zu fördern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchse, die für eine Auswilderung in Baden-Württemberg in Frage kommen, stammen aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Karpatenluchse, das die European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) koordiniert. Der Karpatenluchs ist eine Unterart des Eurasischen Luchses, die aktuell in Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen wiederangesiedelt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt wird vom Expertennetzwerk «Linking Lynx»&amp;nbsp;begleitet, das sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses beschäftigt. Langfristiges Ziel ist es, eine lebensfähige Metapopulation des Karpatenluchses in Europa zu schaffen, welche sich von den Karpaten bis hin zum Jura, den Westalpen und dem Dinarischen Gebirge erstreckt.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 25 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1753706902-2025_07_25_luchs-martin_02_2434-1310.jpg" length="1598204" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/projekt-update--158</link>
			<title>Projekt Update </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Baden-Württemberg, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, 04.07.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Für den Aufbau und die Entwicklung einer stabilen Luchspopulation in Baden-Württemberg werden nur gesunde und vitale Tiere ausgewählt. Die Anfang Mai 2025 &lt;a href=&amp;quot;https://zoo-karlsruhe.de/&amp;quot;&gt;im Zoo Karlsruhe&lt;/a&gt; geborenen Luchse, die für das Bestandsstützungsprojekt des Landes in Frage kommen, wurden heute das erste Mal untersucht. Neben dem Gesundheits-Check und einer Impfung wurde das Geschlecht der Tiere, eine Luchskatze und ein Luchskuder, bestimmt. Wenn sich beide Tiere weiter so gut entwickeln, könnten sie im nächsten Jahr für die Stützung des Luchsbestandes in Baden-Württemberg ausgewählt werden und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Bereicherung der europäischen Artenvielfalt leisten. Der Zoo Karlsruhe beweist einmal mehr, dass er bei der Vorbereitung zur Auswilderung von weiteren Luchsen eine Schlüsselrolle hat und daher ein wichtiger Partner für das gesamte Projekt ist, dem ich für seine kompetente Unterstützung herzlich danke», sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Freitag (4.&amp;nbsp;Juli) anlässlich der Erstuntersuchung der Jungtiere im Zoo Karlsruhe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zoodirektor Prof. Dr. Matthias Reinschmidt ergänzt: «Für uns als Zoo wäre es fantastisch, könnten diese beiden Jungtiere im nächsten Jahr ausgewildert werden.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Zoo Karlsruhe beteiligt sich am EAZA Ex-situ Programme (EEP) – besser bekannt als Europäisches Erhaltungszuchtprogramm – des Karpatenluchs‘. Dabei handelt es sich um die Luchsunterart, die aktuell in Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen wieder angesiedelt wird. Da die Art in Mitteleuropa stark bedroht ist, wurde 2023 das Projekt Luchs Baden-&amp;nbsp;Württemberg ins Leben gerufen. Bis Ende 2027 sollen im Schwarzwald bis zu zehn Luchse, insbesondere weibliche Tiere, ausgewildert werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aufgrund der natürlichen Einwanderung weniger ausschließlich männlicher Luchse aus der Schweiz wird in Baden-Württemberg von einer Bestandsstützung gesprochen. «Der Luchsnachwuchs aus Zoologischen Einrichtungen ist wichtig, um die Bestände in freier Wildbahn genetisch zu bereichern und, durch die Auswilderung weiblicher Tiere, für Nachwuchs zu sorgen», sagte Eva Klebelsberg, Leiterin des Landesprojekts an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA). Für die Unterstützung des Luchsbestands und die notwendige Akzeptanz in Baden-Württemberg arbeiten die Landesregierung, wissenschaftliche Einrichtungen wie die FVA, der Zoo Karlsruhe, der WWF Deutschland, der Landesjagdverband und die Luchs-Initiative Baden-Württemberg eng zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im vergangenen März wurde das neue Koordinationsgehege für Luchse im Tierpark Oberwald, einer Dependence des Karlsruher Zoos, in Betrieb genommen. Darin werden Luchse für eine mögliche Auswilderung vorbereitet. In diesem neuen Gehege soll in einigen Monaten der neueste Nachwuchs ebenfalls an ein Leben in der Natur herangeführt. Dabei soll sein Verhalten beobachtet werden. «Nur Luchse, die Scheu vor Menschen und Hunden zeigen, sind für die Auswilderung geeignet. Das Jagen müssen Luchse dagegen nicht erlernen und können in der Natur auf ihre angeborenen Instinkte zurückgreifen», sagte Eva Klebelsberg. Bislang wurden im Rahmen des Landesprojekts drei Luchse in den Schwarzwald ausgewildert. Dieses Jahr sollen möglichst noch weitere Tiere folgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrundinformationen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Luchs Baden-Württemberg – Bestandsstützung der Luchsvorkommen in Baden-Württemberg und den angrenzenden Regionen»&amp;nbsp;ist ein Projekt der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Kooperation mit dem Landesjagdverband Baden-Württemberg, dem WWF Deutschland und dem Zoo Karlsruhe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt wird zudem durch die HIT-Umwelt- und Naturschutzstiftung und die Luchsinitiative Baden-Württemberg unterstützt. Auftraggeber ist das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR). Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Karpatenluchse wird durch die European Association of Zoos and Aquariums (EAZA) koordiniert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt wird vom Netzwerk Linking Lynx begleitet, das sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchs‘ beschäftigt. Langfristiges Ziel ist es, eine lebensfähige Metapopulation in Europa zu schaffen, welche sich von den Karpaten bis hin zum Jura, den Westalpen und dem Dinarischen Gebirge erstreckt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mehr Informationen zum Luchs und dem Projekt finden Sie im &lt;a href=&amp;quot;https://www.wildtierportal-bw.de/de/publication/default/detail?itemId=146&amp;amp;title=Luchs+Baden+W%C3%BCrttemberg&amp;quot;&gt;Wildtierportal Baden-Württemberg.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1752133985-3Q2A9676b.jpg" length="1688507" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--152</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;BUND Thüringen, Deutschland, 11. April 2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Donnerstag, den 10. April, hat das Projektteam von „&lt;a href=&amp;quot;https://luchs-thueringen.de/de&amp;quot;&gt;Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen&lt;/a&gt;“ einen weiteren Luchs erfolgreich im Thüringer Wald ausgewildert. Der männliche Luchs mit dem Namen Ionel verstärkt künftig das kleine, aber stetig wachsende Luchsvorkommen in Thüringen und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden Wildtierart in Deutschland. Seit Beginn des Projekts im Januar 2024 wurden bereits vier Luchse vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seinen Projektpartnern im Thüringer Wald ausgewildert. Bis 2027 sollen noch weitere Tiere folgen– mit dem Ziel, eine dauerhafte Population aufzubauen. So sollen langfristig die bestehenden Vorkommen im Bayerischen Wald und im Harz miteinander verbunden werden. Luchse gelten in Deutschland laut der Roten Liste gefährdeter Arten als “vom Aussterben bedroht”. Die wenigen Vorkommen sind stark voneinander isoliert. Projekte zur Wiederansiedlung sollen helfen, die seltenen Katzen wieder heimisch zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 3. April traf Ionel im Thüringer Wald ein und bezog das dortige Auswilderungsgehege. Hier hatte er Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. „Ionel ist ein junger, gesunder Kuder – etwa drei bis vier Jahre alt, und rund 22 Kilogramm schwer. Er hat den Transport gut überstanden und zeigte von Anfang an einen gesunden Appetit – ein deutliches Zeichen dafür, dass er sich schnell eingelebt hat“, erklärt Ronny Eckhardt, ThüringenForst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Luchs ist im Thüringer Wald nicht allein&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Im Thüringer Wald wird Ionel vielleicht schon bald auf seine Artgenossen treffen. Frieda und Viorel wurden im Mai 2024 ausgewildert, Vreni und Kilian folgten im August 2024. Die Daten ihrer Halsbandsender zeigen dem Projektteam regelmäßig an, wo sich die Tiere aufhalten. „Luchse sind eigentlich Einzelgänger“, erklärt Markus Port, Luchskoordinator beim BUND Thüringen und an der Universität Göttingen, „aber während der Paarungszeit im März sind Frieda und Kilian einander nähergekommen und eine Zeitlang gemeinsam durch den Wald gestreift. Das lässt auf Nachwuchs hoffen!“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der nun ausgewilderte Luchs Ionel stammt aus Rumänien, wo es Projektpartnern in der Region Suceava gelungen ist, ihn behutsam in einer Lebendfalle zu sichern. Noch vor Ort wurde der Luchs tierärztlich untersucht, und anschließend in ein Quarantäne-Gehege überführt. Max Boxleitner, Luchsexperte beim WWF:&amp;nbsp;„Unsere rumänischen Partner haben die Tradition, einen Luchs nach dem Wildhüter zu benennen, in dessen Revier er gefangen wurde – so erhielt Ionel seinen Namen. Ein Zeichen der Wertschätzung, das wir gern aufgegriffen haben. Wir freuen uns, dass die Auswilderung erneut in enger Zusammenarbeit mit unseren rumänischen Partnern gelungen ist. Das zeigt: Artenschutz kennt keine Grenzen.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ionels Wege durch den Thüringer Wald werden nun anhand der GPS-Daten seines Halsbandsenders mitverfolgt. „Wir sind schon sehr gespannt, wie sich Ionel in seiner neuen Heimat einlebt“ schließt Markus Port.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Das Projekt &lt;a href=&amp;quot;https://luchs-thueringen.de/de&amp;quot;&gt;&amp;quot;Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen&amp;quot;&lt;/a&gt; hat eine Laufzeit bis Ende August 2027 und wird im Rahmen des Programms &amp;quot;Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft&amp;quot; (ENL) des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten (TMUENF) umgesetzt – und gemeinsam vom BUND Thüringen sowie BUND Bundesverband, dem WWF Deutschland, dem Wildkatzendorf Hütscheroda, ThüringenForst, dem Landesjagdverband Thüringen, dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, dem Naturpark Thüringer Wald, der Georg-August-Universität Göttingen sowie den rumänischen Projektpartner ACDB und Romsilva durchgeführt. Das Projekt ist Teil des europäischen Luchsexperten-Netzwerks Linking Lynx, das sich dem Erhalt und der Vernetzung der Luchspopulationen Mitteleuropas verschrieben hat. Das Umweltministerium unterstützt das Projekt mit rund 2,9 Millionen Euro bis 2027, wovon ein Fünftel aus dem Thüringer Landeshaushalt stammt und die übrigen 80 Prozent aus ENL-Mitteln der EU kofinanziert sind.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 11 Apr 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1744724076-Ionel_©_Max_Kesberger.jpg" length="2100332" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-update-149</link>
			<title>Auswilderung Update</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mitteilung Luchs Thüringen, 07.03.2025:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Luchsweibchen Nova ist einer von fünf Luchsen, die bislang im Rahmen des &lt;a href=&amp;quot;https://www.luchs.sachsen.de/projekt-relynx-3981.html&amp;quot;&gt;Projektes&amp;nbsp;ReLynx Sachsen&lt;/a&gt;&amp;nbsp;im Westerzgebirge ausgewildert wurden. Nova ist ein Wildfang aus dem Schweizer Jura und geschätzt zwischen 4 und 7 Jahre alt. Seit ihrer Auswilderung im März 2024 hatte sie ein Territorium im Eibenstocker Forst in Sachsen etabliert. Dann aber hat sie überraschenderweise eine Strecke von über 150 km zurückgelegt und ist Ende Dezember 2024 nach Thüringen eingewandert. Die Wanderung und die Aufenthaltsorte der Luchsin lassen sich über die Daten ihres Senderhalsbandes gut verfolgen. Nun hält sie sich im Großraum Jena auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Normalerweise haben insbesondere weibliche Luchse ein eher konservatives Ausbreitungsverhalten und es fällt ihnen schwer, Lebensraumbarrieren zu überwinden. Die Gefahren auf den Wanderungen sind groß und viele Luchse kommen bei der Abwanderung ums Leben. Nova zeigt allerdings, dass auch bei Weibchen solch weite Wanderungen und die Überwindung von mehreren Autobahnen möglich sind. Aus Sicht der genetischen Vielfalt sind solche Abwanderungen wichtig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob sich Nova nun langfristig im Raum Jena ansiedelt oder ob dies nur ein temporäres Territorium (Zwischenstopp) ist, wird sich zeigen. Die Projekte&amp;nbsp;ReLynx Sachsen&amp;nbsp;und Luchs Thüringen operieren auf Ebene der jeweiligen Bundesländer, gemein ist ihnen jedoch das Ziel einer länderübergreifenden, vernetzten Luchspopulation. Luchsin Nova zeigt bereits zu einer frühen Phase der beiden Projekte, dass eine solche Vernetzung möglich ist.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 07 Mar 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1737618238-NOVA_©_CATI.jpg" length="734750" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--143</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nationalpark Kalkalpen, Österreich, 31.01.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit einigen Jahren hängt das Luchsbestandstützungprojekt im Nationalpark Kalkalpen am seidenen Faden. Die zu geringe genetische Vielfalt der aktuellen, kleinen Luchspopulation hinterlässt bereits ihre Spuren. Die eng verwandten Luchse zeugen keinen Nachwuchs.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus diesem Grund wurde heute in den frühen Morgenstunden der junge Luchskuder Janus im Nationalpark Kalkalpen ausgewildert. Er ist ein Luchs mit Karpaten-DNA und soll in den kommenden Jahren für Nachwuchs sorgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: «Luchs Janus tritt seinen Weg in die Freiheit an – ein junger Luchs aus der Karpatenregion, der zur dringend benötigten genetischen Vielfalt im Nationalpark Kalkalpen beitragen soll. In einem empfindlichen Ökosystem, in dem jede Art eine wichtige Rolle spielt, hilft er dabei, das natürliche Gleichgewicht zu bewahren.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchs Janus ist ein reinrassiger Karpatenluchs, wurde am 22. Mai 2023 geboren und wuchs in einem naturnahen Gehege im Wildkatzendorf Hütscheroda in der Gemeinde Hörselberg-Hainich in Thüringen auf. Die letzten Monate verbrachte er in einem abgeschirmten Auswilderungsgehege. Dort wurde er ohne Menschenkontakt auf ein Leben in der freien Wildbahn vorbereitet. Nachdem er die letzten Verhaltenstests bravourös bestand, wurde Janus von der international tätigen Linking Lynx Sourcing Working Group an den Nationalpark Kalkalpen vermittelt. Linking Lynx ist ein Expertinnen- und Experten-Netzwerk, das sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses beschäftigt. Das europäische Zuchtprogramm für den Luchs wird von der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) geleitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach eingehenden Untersuchungen und einem einwandfreien Blutbefund wurde Jungluchs Janus in einer Nachtfahrt nach Österreich geholt. Begleitet wurde er von Dr. Katrin Vogel vom Wildkatzendorf Hütscheroda, Tierärztin Dr. Szilvia Kalogeropoulu vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien sowie DI Christian Fuxjäger und Josef Schürhagel vom Nationalpark Kalkalpen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;LHStv. Dr. Manfred Haimbuchner: «Mit der Nachbesetzung Luchs Norik ist ein weiterer Teilschritt im Dreistufenplan zur dauerhaften Sicherung eines nachhaltigen Luchsbestandes im südlichen Oberösterreich getan».&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Katrin Vogel (Geschäftsführerin vom BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda): «Ich freue mich sehr, dass Janus nun die Luchspopulation der Kalkalpen verstärkt und hoffentlich dazu beiträgt, den Luchsbestand Europas weiter zu vernetzen. Er ist inzwischen das siebte Tier, welches aus unserer Nachzucht in Deutschland, Österreich und Italien ausgewildert wurde.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nationalpark Direktor Forstinger bedankt sich speziell bei dem seit 2008 tagenden Arbeitskreis LUKA, in dem alle Interessent:innengruppen an einem Tisch sitzen. Seine Arbeit war ein wichtiger Beitrag, um diese Bestandsstützung zu ermöglichen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1738589636-Luchs_Janus(c)Max_Boxleitner_WWF.jpg" length="2551411" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-update-142</link>
			<title>Auswilderung Update</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienmitteilung Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Sachsen, 22.01.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Aufenthaltsorte der Luchsin lassen sich anhand der Daten ihres Senderhalsbandes recht gut verfolgen. Danach hat sie ihre Wanderschaft am 27. Dezember 2024 begonnen und seither knapp 150 Kilometer zurückgelegt. Diese weite Wanderung so kurz vor der beginnenden Paarungszeit der Luchse hat die Experten des sächsischen Auswilderungsprojektes »RELynx Sachsen« überrascht. Normalerweise sind Luchsweibchen ortstreuer als ihre männlichen Artgenossen. Nova beweist damit, dass auch weibliche Luchse zu weiten Wanderungen aufbrechen können und dass es so möglicherweise gelingen kann, die Trittsteinpopulationen in Sachsen, Thüringen und im Bayerischen Fichtelgebirge miteinander zu vernetzen. Damit soll eine genetische Verarmung verhindert werden. Zudem ist es Nova gelungen, ein recht dichtes Verkehrsnetz unbeschadet zu durchwandern. Sie überquerte unter anderem die Autobahnen A72, A9 und A4 nach Norden in Richtung Jena.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die aus dem Schweizer Juragebirge stammende Luchsin Nova hatte nach ihrer Auswilderung im Westerzgebirge schnell ein neues Zuhause gefunden und ihr Territorium zwischen Eibenstock, Schneeberg und Bockau etabliert. Für das sächsische Auswilderungsprojekt ist ihre Abwanderung bedauerlich. Nun bleibt die Hoffnung, dass sie in Thüringen auf einen geschlechtsreifen Kuder trifft und im Frühjahr Nachwuchs zur Welt bringt. Für die Luchse in Mitteldeutschland wäre das ein Gewinn, so das Projektteam.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem Tod von Luchs Anton, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, und der Abwanderung von Nova, streifen jetzt noch drei der fünf ausgewilderten Luchse auf leisen Pfoten durch das Westerzgebirge. Das Luchsweibchen Alva, ebenfalls ein Wildfang aus dem Schweizer Juragebirge, hielt sich den Senderdaten zufolge den ganzen Dezember über in der Umgebung von Eibenstock und in räumlicher Nachbarschaft zu Nova auf. Nova verlagerte in diesem Zeitraum ihren Aktivitätsschwerpunkt von der Region Eibenstock etwa zehn Kilometer nach Osten in die Nähe von Breitenbrunn. Das Luchsmännchen Chapo hält sich südöstlich davon am Abhang des Keilberges auf der böhmischen Seite auf. Von Luchs Juno, der im August sein Senderhalsband verloren hatte, liegen keine Ortungsdaten vor. Da er sich bisher sehr ortstreu im Auswilderungsgebiet bewegt und sein Territorium abgesteckt hatte, gehen die Experten davon aus, dass er sich noch dort aufhält.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1737618238-NOVA_©_CATI.jpg" length="734750" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-update-141</link>
			<title>Auswilderung Update</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienmitteilung Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Sachsen, 08.01.2025:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 28. März 2024 wurde Alva im Westerzgebirge ausgewildert – der zweite Wildfang aus dem Schweizer Jura. Später stellte sich heraus, dass das Luchsweibchen mit dem Felinen Leukämievirus (FeLV) infiziert ist. Wie alle Tiere aus dem RELynx-Projekt wird Alva kontinuierlich mit verschiedenen Methoden beobachtet: Per GPS-Ortung, über Fotofallen, mit Rissnachsuchen. Die Daten zeigen: Alva macht aktuell einen gesundheitlich widerstandsfähigen Eindruck. Deshalb hat das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) nach einer sachlichen und rechtlichen Abwägung aller Handlungsoptionen sowie der Risiken für die derzeit im Aufbau befindliche Luchspopulation und die Projektziele entschieden, dass vorerst keine weiteren Maßnahmen eingeleitet werden. Zunächst war geplant, die Katze zu fangen und den genauen Infektionsstatus zu ermitteln.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei FeLV handelt es sich um eine Virusinfektion, die nur für Katzenartige infektiös ist. Das Virus kann nur durch direkten Kontakt zu einem infizierten Tier übertragen werden, zum Beispiel durch Bisse, gegenseitiges Putzen oder bei der Paarung. Die Infektion kann einen unterschiedlichen Verlauf nehmen: Man spricht von abortiven, regressiven und progressiven Verlaufsformen. Bei einem abortiven Verlauf wurde das Virus durch das Immunsystem erfolgreich bekämpft. Handelt es sich um einen regressiven Verlauf, ist der Luchs lebenslang infiziert, scheidet aber kein Virus aus und ist nicht ansteckend für andere Katzenartige. Bei einem progressiven Verlauf vermehrt sich das Virus aktiv im Blut und wird kontinuierlich ausgeschieden. Andere Katzen können bei einem direkten Kontakt angesteckt werden. Hier spricht man von einer dauerhaften Virämie, die das Immunsystem schwächt. Bei dieser Verlaufsform entwickeln die Katzen vielfältige Krankheitssymptome wie beispielsweise Tumore und Folgeinfektionen, an denen sie in der Regel innerhalb weniger Monate bis Jahre verenden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach ihrem Fang in der Schweiz absolvierte Alva erfolgreich alle erforderlichen Gesundheitstests, zu denen auch drei Tests auf FeLV gehören. Einen Monat nach der Auswilderung erhielt unser Projektteam vom Schweizer Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit (FIWI) die Nachricht, dass bei einer für wissenschaftliche Zwecke nachträglich durchgeführten Blutuntersuchung eine Infektion Alvas mit FeLV festgestellt wurde. Die Infektion erfolgte wahrscheinlich kurz vor dem Fang. Auf Grundlage der aktuell verfügbaren Daten aus&amp;nbsp;Telemetrie, Fotofallen und Rissnachsuchen wird ein ansteckender (progressiver) Infektionsstatus derzeit als eher unwahrscheinlich eingeschätzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt »RELynx Sachsen« ist ein bedeutendes Artenschutzprojekt des Freistaates Sachsen und ordnet sich in die bundesweite Strategie zur Stabilisierung der deutschen Luchsvorkommen ein. Alva ist eine geschlechtsreife, erfahrene Mutter, die entscheidend zur Reproduktion und damit der Gründung einer Trittsteinpopulation in Sachsen beitragen kann. Gerade in der Anfangsphase eines Auswilderungsprojektes ist Nachwuchs besonders wichtig – einerseits um die Population zu stabilisieren, andererseits um die genetische Vielfalt zu erhöhen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 08 Jan 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1737443875-Alva_rdax_860x485_87s.jpg" length="160541" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderungen--140</link>
			<title>Auswilderungen </title>
			<description>&lt;p&gt;Das Linking Lynx Netzwerk hat sich die Stärkung der Luchspopulationen in Zentral- und Westeuropa zum Ziel gesetzt. Verschiedene Wiederansiedlungsprojekte, die aktuell in Deutschland und Italien laufen, leisten dazu einen wichtigen Beitrag – etwa in Thüringen, in Sachsen, Baden-Württemberg sowie in Tarvisio. Ein grosser Teil der ausgewilderten Luchse stammt aus dem EAZA-Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Innerhalb der letzten 12 Monate konnten insgesamt 10 Luchse aus dem EEP und aus dem Wildkatzendorf Hütscheroda ausgewildert werden! Nach Thüringen und Sachsen werden auch wilde Luchse aus Rumänien und der Schweiz umgesiedelt, um die genetische Vielfalt und Stabilität der Populationen weiter zu erhöhen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.linking-lynx.org/de/working-groups/sourcing-working-group/ausgewilderte-luchse&amp;quot;&gt;Zu den Portraits der ausgewilderten Luchse&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 01 Jan 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1736870544-Capo_breit.jpg" length="839534" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-138</link>
			<title>Auswilderung</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienmitteilung Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raumund Verbraucherschutz Baden-Württemberg, 19.12.2024:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mit der Auswilderung des Luchskuders namens ‚Reinhold‘ setzen wir die Bestandesstützung des Luchses in Baden-Württemberg fort. Es freut mich sehr, dass es uns in diesem Jahr doch noch gelungen ist, ein weiteres Tier auszuwildern. ‚Reinhold‘ folgt auf das eineinhalbjährige&amp;nbsp;Luchsweibchen namens ‚Verena‘, die vor knapp einem Monat im Nordschwarzwald aus der Transportbox entlassen wurde und seitdem ihren neuen Lebensraum entdeckt. Sie hat bereits Rehe erfolgreich gejagt und gerissen. Ursprünglich sollten beide Tiere gleichzeitig ausgewildert werden, was aber misslang, da sich der Kuder im Koordinationsgehege in Thüringen erst jetzt einfangen ließ. Mit Blick auf die Ranzzeit, der Paarungszeit bei Luchsen, die zwischen Februar und April stattfindet, sind wir aber immer noch rechtzeitig dran. Wandernde Tiere im Streifgebiet erhöhen zudem die Chancen für den ersten Luchsnachwuchs in freier Wildbahn, was mich sehr freut“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz,&amp;nbsp;Peter&amp;nbsp;Hauk, am 19. Dezember 2024 anlässlich der Auswilderung im Nordschwarzwald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Luchskuder Reinhold, der im Mai 2023 im&amp;nbsp;Wildkatzendorf Hütscheroda&amp;nbsp;in Thüringen geboren wurde, ist ein Bruder der&amp;nbsp;Luchskatze Finja. Mit ihr starte das Projekt der Bestandesstützung im Dezember 2023. Leider verstarb sie im Juli dieses Jahres an der Viruserkrankung Staupe. Da Finja nicht mehr lebt, stellt die Auswilderung des Bruders kein Inzuchtrisiko dar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Das vierjährige&amp;nbsp;Projekt ‚Luchs Baden-Württemberg‘&amp;nbsp;hat zum Ziel, mittels Bestandsstützung eine Wiederbesiedlung Baden-Württembergs durch Luchse zu ermöglichen und somit den genetischen Austausch mit benachbarten Luchsbeständen im Schweizer Jura, den Vogesen oder dem Pfälzer Wald zu ermöglichen“, betonte Minister Hauk. Das Projekt leiste zudem einen Beitrag zum internationalen Biodiversitätserhalt und den Biodiversitätszielen der Bundesregierung und der&amp;nbsp;Europäischen Union (EU).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Luchskuder auf Wanderschaft&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den Nordschwarzwald waren bisher keine Weibchen und nur sehr selten wanderten männliche Luchse aus der Schweiz zu. Aktuell lebt dort noch der Luchskuder „Toni“, der 2019 aus dem Schweizer Jura zugewandert ist. Ein weiterer territorialer Luchs „Wilhelm“ lebt in Südschwarzwald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schwarzwald als Luchs-Lebensraum geeignet&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die großen zusammenhängenden Waldflächen im Schwarzwald und der Wildreichtum bieten dem Luchs ideale Lebensbedingungen. In ihrer neuen Heimat soll die junge Luchskatze „Verena“ gemeinsam mit dem ansässigen Luchskuder Toni und weiteren nachfolgenden Tieren wie Reinhold einen Grundstein für ein gesundes Luchsvorkommen in Baden-Württemberg bilden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorbereitung in naturnahen Wildgehegen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit September lebte „Reinhold“ in einem eigens für die Auswilderung von Luchsen errichteten Gehege in Thüringen. Hier wurde er auf ein Leben in der Natur vorbereitet und sein Verhalten beobachtet. Denn nur Luchse, die Scheu vor Menschen und Hunden zeigen, sind für die Auswilderung geeignet. Luchse müssen das Jagen nicht erlernen und können in der Natur auf ihre angeborenen Instinkte zurückgreifen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aktuell baut der&amp;nbsp;Zoo Karlsruhe&amp;nbsp;mit Unterstützung des&amp;nbsp;World Wide Fund For Nature (WWF), der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe und des Landes ein eigenes Auswilderungsgehege außerhalb des Zoogeländes, das künftig Auswilderungsprojekte in Baden-Württemberg und ganz Europa unterstützen soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Luchs-Auswilderungen sinnvoll&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 2004 sind insgesamt 18 männliche Luchse, vor allem aus der Schweiz, nach Baden-Württemberg eingewandert. Nur ein Weibchen war sehr kurzfristig zu Gast im Land. Viele Luchse besuchten Baden-Württemberg allerdings nur vorübergehend, da keine Geschlechtspartner vorhanden waren. Luchse sind Einzelgänger und besetzen sehr große Gebiete (Territorien). Weibliche Tiere sind auf der Suche nach neuem Lebensraum aber deutlich zurückhaltender, weswegen die nahe Luchspopulation im Schweizer Jura den Sprung in den eigentlich bestens geeigneten Schwarzwald nicht schafft. Momentan leben, bis auf „Verena“, nachweislich noch zwei territoriale Männchen in Baden-Württemberg. Eine Begegnung des Menschen mit den Luchsen im Schwarzwald ist äußerst unwahrscheinlich. Die Tiere leben heimlich. Sie sind nacht- und dämmerungsaktiv. Ihre Hauptbeute sind Rehe. Die Entwicklung der zukünftigen Luchspopulation wird daher weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit stattfinden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für die Unterstützung des Luchsbestands und die notwendige Akzeptanz in Baden-Württemberg arbeiten unter anderem die Landesregierung, wissenschaftliche Einrichtungen wie die&amp;nbsp;Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), der WWF Deutschland, der Zoo Karlsruhe, der&amp;nbsp;Landesjagdverband&amp;nbsp;und die&amp;nbsp;Luchsinitiative Baden-Württemberg&amp;nbsp;eng zusammen. Das Projekt wird von der&amp;nbsp;Arbeitsgruppe (AG) Luchs und Wolf Baden-Württemberg&amp;nbsp;begleitet.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1734680428-luchs-reinhold_mlr_2434-1310_ziegler2.jpg" length="1143176" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-update-136</link>
			<title>Auswilderung Update</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienmitteilung Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Sachsen, 28.11.2024:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das im Frühjahr 2024 im sächsischen Westerzgebirge ausgewilderte Luchsweibchen Alva soll noch vor der Paarungszeit 2025 gefangen und einem Gesundheitscheck unterzogen werden. Sie ist mit dem Felinen Leukämievirus (FeLV) infiziert. Wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mitteilte, soll mit dem Gesundheitscheck abgeklärt werden, welchen Infektionsstatus Alva hat. Dazu werden zwei unterschiedliche Testverfahren verwendet. Zuerst werden Blutproben für einen Schnelltest auf FeLV entnommen, zusätzlich werden Blutproben für eine Eil-Analyse ins Labor gegeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das aus der Schweizer Jura Population stammende Luchsweibchen Alva hatte alle vorgeschriebenen Gesundheitstests, zu denen auch drei Tests auf FeLV gehören, erfolgreich absolviert, bevor es am 28. März 2024 in Sachsen ausgewildert wurde. Einen Monat später erhielt das Projektteam RELynx Sachsen vom Schweizer Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit (FIWI) die Nachricht, dass bei Alva bei einer für wissenschaftliche Zwecke nachträglich durchgeführten Blutuntersuchung im Labor eine Infektion mit FeLV festgestellt wurde. Die Infektion erfolgte wahrscheinlich kurz vor dem Fang.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Einordnung: Bei FeLV handelt es sich um eine Virusinfektion, die nur für Katzenartige infektiös ist. Übertragen werden kann das Virus nur durch direkten Kontakt zu einem infizierten Tier, zum Beispiel durch Bisse, gegenseitiges Putzen oder bei der Paarung. Zudem kann die Infektion einen unterschiedlichen Verlauf nehmen. Man spricht von abortiven, regressiven und progressiven Verlaufsformen. Bei einem abortiven Verlauf wurde das Virus durch das Immunsystem erfolgreich bekämpft. Handelt es sich um einen regressiven Verlauf, ist der Luchs lebenslang infiziert, scheidet aber kein Virus aus und ist nicht ansteckend für andere Katzenartige. Bei einem progressiven Verlauf vermehrt sich das Virus aktiv im Blut und wird kontinuierlich ausgeschieden. Andere Katzen können bei einem direkten Kontakt angesteckt werden. Hier spricht man von einer dauerhaften Virämie, die das Immunsystem schwächt. Bei dieser Verlaufsform entwickeln die Katzen vielfältige Krankheitssymptome wie beispielsweise Tumore und Folgeinfektionen, an denen sie in der Regel innerhalb weniger Monate bis Jahre verenden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zeigen die Testergebnisse, dass Alva nicht ansteckend ist, könnte das Tier, wie aktuell beantragt, wieder freigelassen werden. Sie ist eine geschlechtsreife, erfahrene Mutter, die entscheidend zur Reproduktion und damit der Gründung einer Trittsteinpopulation in Sachsen beitragen kann. Gerade in der Anfangsphase eines Auswilderungsprojektes ist Nachwuchs besonders wichtig: einerseits um die Population zu stabilisieren, andererseits um die genetische Vielfalt zu erhöhen. Bei einem progressiven Verlauf ist Alva für die anderen Luchse ansteckend und müsste noch vor Ort durch einen Veterinärmediziner euthanasiert werden. Die Luchsexpertinnen und -experten in Deutschland, Tschechien und der Schweiz teilen mehrheitlich die Auffassung, Alva bei diesem Infektionsverlauf aus der Population zu entnehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die notwendigen Ausnahmegenehmigungen gemäß Jagdrecht und Naturschutzrecht hat das LfULG bei den zuständigen Behörden in Sachsen beantragt. Ob die Genehmigungen erteilt werden, ist derzeit noch offen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt »&lt;a href=&amp;quot;https://www.luchs.sachsen.de/projekt-relynx-3981.html&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;RELynx Sachsen&lt;/a&gt;« ist ein bedeutendes Artenschutzprojekt des Freistaates Sachsen und ordnet sich in die bundesweite Strategie zur Stabilisierung der deutschen Luchsvorkommen ein. Ziel ist es, bis Ende 2027 bis zu 20 Karpatenluchse (Lynx lynx carpathicus) im Erz- und Elbsandsteingebirge auszuwildern. Durch die Wiederansiedlung in Sachsen wird ein neuer Trittstein begründet. Über mehrere benachbarte Teilpopulationen des Luchses soll eine Vernetzung ermöglicht werden. Mittelfristig soll damit das sächsische Vorkommen als Bindeglied zwischen den natürlichen Beständen in den Karpaten und den bislang isolierten Vorkommen im Böhmerwald, in Nordostbayern und im Harz fungieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das »RELynx Sachsen«-Projekt ist als Wiederansiedlungsprojekt Teil des internationalen Linking Lynx Expertinnen- und Experten-Netzwerkes. Dieses befasst sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses. Linking Lynx entwickelt Protokolle und Richtlinien für die Verwendung von Gehegetieren für Wiederansiedlungs- und Bestandesstützungsprojekte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Federführend ist das Projekt »RELynx Sachsen« im Auftrag des Sächsischen Umweltministeriums beim Landesumweltamt Sachsen (LfULG) angesiedelt. Über eine öffentliche Ausschreibung hat das LfULG die Projektkoordinierung an die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung vergeben. Am zugehörigen Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz besteht eine lange Tradition in der Säugetierforschung, die Wissenschaftler können auf Spezialkenntnisse bei der Untersuchung von Großraubtieren und ihren Beutetieren zurückgreifen. Für das Monitoring steht dem LfULG die Professur für Forstzoologie der Technischen Universität Dresden zur Seite. Diese führt im Auftrag des Freistaates Sachsen bereits seit dem Jahr 2008 eine koordinierte Beobachtung der größten Katze Mitteleuropas durch, um genaue Informationen zu Vorkommen, Verbreitung und Arealnutzung der sächsischen Luchse zu erhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit Anfang November unterstützt der Landschaftspflegeverband »Oberes Vogtland« das Projekt »RELynx Sachsen«. Die zum Verband gehörende Naturschutzstation Riedelhof Eubabrunn ist nun auch »Regionale Informationsstelle Luchs«. Der Riedelhof ist eine zentrale Anlaufstelle für den Natur- und Artenschutz im Vogtland. Aus Projektmitteln für »RELynx Sachsen« ist ein Mitarbeiter für die regionale Öffentlichkeitsarbeit für das sächsische Artenschutzprojekt eingestellt worden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Obwohl Übergriffe auf Nutztiere nur selten vorkommen, können Luchse Schafe, Ziegen und in Gehegen gehaltenes Wild töten. Die Fachstelle Wolf des LfULG übernimmt die Rissbegutachtung und liefert damit die Grundlage für einen möglichen Schadensausgleich durch die Landesdirektion Sachsen. Zudem werden die Nutztierhalter bei der Prävention unterstützt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Finanzierung des Projektes »RELynx Sachsen« erfolgt über Haushaltsmittel des Freistaates Sachsen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1732800260-Medienmitteilung_ALVA_-_Archiv_Naturschutz_LfULG_C_Blum-Rerat.jpg" length="705464" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-133</link>
			<title>Auswilderung</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienmitteilung Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raumund Verbraucherschutz Baden-Württemberg, 27.11.2024:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Der Aufbau und die Entwicklung einer Luchspopulation für Baden-Württemberg geht in die nächste Runde. Mit der Auswilderung eines weiteren Tieres setzen wir das Projekt der Bestandesstützung fort. Das etwa eineinhalbjährige Luchsweibchen Namens ‚Verena‘ folgt auf Luchskatze ‚Finja‘, die im Dezember 2023 ausgewildert wurde aber im Juli dieses Jahres leider an einer Viruserkrankung verstarb. Der Luchs ist ein wichtiger Teil der europäischen Artenvielfalt. Mit der Bestandesstützung leistet das Land einen wichtigen Beitrag die Artenvielfalt und insbesondere diese faszinierende und ökologisch wichtige Tierart zu erhalten. Für mich ist das eine Herzensangelegenheit. Daher freut es mich umso mehr, dass heute die nächste Auswilderung reibungslos funktioniert hat“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (27.&amp;nbsp;November), anlässlich der Auswilderung im Nordschwarzwald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schwarzwald als Lebensraum geeignet&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Schwarzwald mit seinem Wildreichtum und seinen großen zusammenhängenden Waldflächen bietet sehr gute Bedingungen für den Luchs. In ihrer neuen Heimat soll die junge Luchskatze ‚Verena‘ gemeinsam mit dem ansässigen Luchskuder Toni und weiteren nachfolgenden Tieren einen Grundstein für ein gesundes Luchsvorkommen in Baden-Württemberg bilden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die im vergangenen Jahr ausgewilderte Luchskatze ‚Finja‘ war im Juli leider an den Folgen der Viruskrankheit Staupe überraschend gestorben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Europaweite Vernetzung von Populationen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis zum Jahr 2027 ist die Auswilderung von bis zu zehn Luchsen in Baden-Württemberg vorgesehen. Luchskatze ‚Verena‘ wurde im Frühjahr 2023 im Schweizer Tierpark Langenberg geboren und im Wildkatzendorf Hütscheroda auf die Auswilderung vorbereitet. Sie stammt aus dem Erhaltungszuchtprogramm des Karpatenluchses der European Association for Zoos and Aquaria (EAZA). „Die Auswilderung von Luchsen aus dem Zuchtprogramm ermöglicht uns eine gezielte Auswahl von Tieren, die sich genetisch deutlich von den Vorkommen der umliegenden Regionen unterscheiden. Dadurch vermeiden wir genetischer Verarmung und schaffen im Verbund mit den benachbarten Vorkommen eine gute Grundlage für eine gesunde Population“, erläuterte Minister Hauk.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorbereitung in naturnahen Wildgehegen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit September lebte ‚Verena‘ in einem eigens für die Auswilderung von Luchsen errichteten Gehege in Thüringen. „Hier wurde sie auf ein Leben in der Natur vorbereitet und ihr Verhalten beobachtet. Denn nur Luchse, die Scheu vor Menschen und Hunden zeigen, sind für die Auswilderung geeignet. Luchse müssen das Jagen nicht erlernen und können in der Natur auf ihre angeborenen Instinkte zurückgreifen“, sagte Eva Klebelsberg, die das Projekt an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) leitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aktuell baut der Zoo Karlsruhe mit Unterstützung des World Wide Fund For Nature (WWF), der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe und des Landes ein eigenes Auswilderungsgehege außerhalb des Zoogeländes, das künftig Auswilderungsprojekte in Baden-Württemberg und ganz Europa unterstützen soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Luchs-Auswilderungen sinnvoll&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 2004 sind insgesamt 18 männliche Luchse, vor allem aus der Schweiz, nach Baden-Württemberg eingewandert. Nur ein Weibchen war sehr kurzfristig zu Gast im Land. Viele Luchse besuchten Baden-Württemberg allerdings nur vorübergehend, da keine Geschlechtspartner vorhanden waren. Luchse sind Einzelgänger und besetzen sehr große Gebiete (Territorien). Weibliche Tiere sind auf der Suche nach neuem Lebensraum aber deutlich zurückhaltender, weswegen die nahe Luchspopulation im Schweizer Jura den Sprung in den eigentlich bestens geeigneten Schwarzwald nicht schafft. Momentan leben, bis auf ’Verena‘, nachweislich noch zwei territoriale Männchen in Baden-Württemberg. Eine Begegnung des Menschen mit den Luchsen im Schwarzwald ist äußerst unwahrscheinlich. Die Tiere leben heimlich. Sie sind nacht- und dämmerungsaktiv. Ihre Hauptbeute sind Rehe. Die Entwicklung der zukünftigen Luchspopulation wird daher weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit stattfinden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jägerinnen und Jäger unterstützen das Projekt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Der Luchs gehört, wie Rothirsch und Auerhuhn, zu den Wildarten mit verstreuten Vorkommen, die große Flächen und Verbindungsmöglichkeiten zwischen den Populationen benötigen. Solche Wildarten brauchen dringend eine neue Strategie, um sie durch Vernetzung und Lebensraumverbesserung erhalten zu können“, sagte Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann und ergänzte: „Die Jägerschaft übernimmt Verantwortung für alle Arten des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes, um dem Anspruch eines ganzheitlichen Wildtiermanagements gerecht zu werden. Jägerinnen und Jäger sind Auge und Ohr im Wald und unterstützen das Projekt mit ihrer Expertise und Ortskenntnis. Die Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Projekt funktioniert bislang exzellent.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für die Unterstützung des Luchsbestands und die notwendige Akzeptanz in Baden-Württemberg arbeiten unter anderem die Landesregierung, wissenschaftliche Einrichtungen wie die FVA, der WWF Deutschland, der Zoo Karlsruhe, der Landesjagdverband und die Luchsinitiative Baden-Württemberg eng zusammen. Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Luchs und Wolf Baden-Württemberg begleitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Stimmen zur Auswilderung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Peter Hauk MdL, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz:&amp;nbsp;„Mein ausdrücklicher Dank gilt der HIT-Umwelt- und Naturschutzstiftung, das die Haltung des Luchses im Auswilderungsgehege und seinen Transport in den Nordschwarzwald finanziert hat, und dem WWF, der Bildungsarbeit im Projekt und den Bau des neuen Geheges in Karlsruhe maßgeblich unterstützt.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Prof. Dr. Matthias Reinschmidt, Direktor des Karlsruher Zoos:&amp;nbsp;„Als Zoo möchten wir nicht nur die Begegnung mit bedrohten Arten ermöglichen, sondern auch den Erhalt im ursprünglichen Lebensraum unterstützen. In unserem neuen Gehege werden die Luchse in Zukunft beinahe ohne Kontakt zu Menschen in einem riesigen, naturnahen und nicht einsichtigen Gelände außerhalb des Zoos vor ihrer Auswilderung leben.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Prof. Dr. Ulrich Schraml, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA):&amp;nbsp;„Die Auswilderung ist das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung. Die FVA begleitet die Rückkehr der großen Beutegreifer in Baden-Württemberg durch Forschung, Monitoring und Wissenstransfer. Die langjährige konstruktive Zusammenarbeit aller relevanten Akteure in der AG Luchs Baden-Württemberg hat den Boden für die heute völlig unaufgeregte Diskussion über die Rückkehr der Luchse in den Schwarzwald bereitet.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Christoph Heider, HIT-Umwelt- und Naturschutzstiftung:&amp;nbsp;„Als Stiftung einer Unternehmerfamilie ist es eine große Freude für uns, das Luchsprojekt im Schwarzwald zu unterstützen.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dr. Sybille Klenzendorf, WWF Deutschland:&amp;nbsp;„Vor über 180 Jahren wurde der letzte Luchs in Baden-Württemberg ausgerottet. Nun können wir endlich seine Rückkehr feiern. Bislang gibt es nur drei ständige Luchsvorkommen in Deutschland: im Pfälzer Wald, im Harz und im Bayrischen Wald. Der WWF unterstützt Auswilderungsprojekte, um die Vernetzung der Bestände voranzutreiben. Unser Ziel ist eine Verbindung der einzelnen Population in ganz Europa.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verena Schiltenwolf, Luchs-Initiative BW e.V.:&amp;nbsp;„Der Luchs wird im Schwarzwald willkommen geheißen. Das ist dem gut moderierten Dialog zwischen Jägerschaft, Waldbesitzenden, Tierhalterinnen und Tierhalter, den Akteuren des Artenschutzes, aber auch der hohen Sympathie in der breiten Öffentlichkeit zu verdanken. Gerade die 2004 gegründeten AG Luchs hat hier einen wichtigen Beitrag geleistet und sich dem Thema der großen Beutegreifer in Baden-Württemberg jahrelang und mit großer Beharrlichkeit gewidmet.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kristina Vogt, &lt;strong&gt;Linking Lynx&lt;/strong&gt;:&amp;nbsp;„Die Auswahl und Vorbereitung der Luchse geschah nach strengen Kriterien, die im Experten-Netzwerk Linking Lynx entwickelt wurden. Wir freuen uns, dass die beiden Tiere nun ausgewildert werden konnten. Die Stützung der Luchspopulation im Schwarzwald ist von großer Bedeutung für eine bessere Vernetzung der Luchsvorkommen in West- und Mitteleuropa.&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrundinformationen:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt „Luchs Baden-Württemberg – Bestandsstützung der Luchsvorkommen in Baden-Württemberg und den angrenzenden Regionen“ ist ein Projekt der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Kooperation mit dem Landesjagdverband Baden-Württemberg, dem WWF Deutschland und dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt wird zudem durch die HIT-Umwelt- und Naturschutzstiftung und die Luchsinitiative Baden-Württemberg e.V. unterstützt. Auftraggeber ist das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für Karpatenluchse wird durch die European Association of Zoos and Aquariums (EAZA) koordiniert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt wird vom Netzwerk&amp;nbsp;Linking Lynx&amp;nbsp;begleitet, das sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses beschäftigt. Langfristiges Ziel ist es, eine lebensfähige Metapopulation des Karpatenluchses in Europa zu schaffen, welche sich von den Karpaten bis hin zum Jura, den Westalpen und dem Dinarischen Gebirge erstreckt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mehr Informationen zum Luchs und dem Projekt finden Sie im Wildtierportal Baden-Württemberg unter:&lt;a href=&amp;quot;https://www.wildtierportal-bw.de/de&amp;quot;&gt;&amp;nbsp;www.wildtierportal-bw.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 27 Nov 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1732778989-2024_11_27_luchs01.jpg" length="1656247" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-update-131</link>
			<title>Auswilderung Update</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienmitteilung,&amp;nbsp;Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, 08.11.2024:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das etwa anderthalbjährige Luchsmännchen Anton ist heute Vormittag (8. November 2024) in der Nähe von Schöneck im Vogtland tot aufgefunden worden. Der Fundort befand sich etwa 20 Meter entfernt von der Kreisstraße zwischen Arnoldsgrün und Schilbach auf dem angrenzenden Feld. Nach der Daten- und Spurenlage ist er in der Nacht oder am Morgen mit einem LKW kollidiert und erlag später seinen Verletzungen. Das Tier wird am Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) Berlin pathologisch untersucht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anton wurde am 26. August im Forstbezirk Eibenstock im Westerzgebirge ausgewildert. Bis seine Sendedaten für immer verstummten, hielt er sich vor allem in den Wäldern zwischen Eibenstock und Schöneck auf. Er war gerade dabei, sein eigenes Territorium abzustecken, sammelte zunehmend Jagderfahrung und erbeutete Ende Oktober sein erstes Reh.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchse haben sehr große Streifgebiete und müssen zwangsläufig immer wieder Straßen überqueren. Die damit verbundenen Gefahren sind für Wildtiere schwer einzuschätzen. Daher gehören Verkehrsunfälle auch bei Luchsen zu einer der häufigsten Todesursachen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 08 Nov 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1724748404-Anton_©_Archiv_Naturschutz_LfULG_R._Oehme.jpg" length="1023751" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/workshop-132</link>
			<title>Workshop</title>
			<description>&lt;p&gt;Am 6. Oktober 2024 trafen sich Mitglieder der Linking Lynx Monitoring, Sourcing und ein Teil der Health Working Group zu einem gemeinsamen Workshop in Neuwiller-Lès-Saverne, Frankreich. Das Treffen wurde im Vorfeld des EUROLYNX Meetings abgehalten. Die Arbeitsgruppen diskutierten unter anderem Empfehlungen für das post-release Monitoring, Sourcing von Luchswaisen und praktisch relevante Forschungsfragen. Im Anschluss an den Workshop fand ein Vortrag der französischen Kollegen des DREAL Grand Est und des Regionalen Naturparks Vosges du Nord über den «Plan Régional d’Actions dans le Massif des Vosges»&amp;nbsp;statt, den auch Teilnehmer der EUROLYNX-Tagung besuchten.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 10 Oct 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1731337229-LL.jpg" length="306958" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-update-129</link>
			<title>Auswilderung Update</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienmitteilung Wildnispark Zürich, 02.10.2024:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor rund einem Monat wurde das im Tierpark Langenberg geborene Luchsweibchen Vreni in Deutschland ausgewildert. Jetzt gibt es gute Nachrichten: «Sie macht sich sehr gut, unsere junge Schweizerin!», meldet Markus Port, Projektkoordinator von «Luchs Thüringen.»&amp;nbsp;Zu Beginn habe sie kleine Beutetiere erlegt, doch mittlerweile habe sie auch mehrere Rehe erbeuten können. «Obwohl Vreni also als Gehegetier niemals zuvor ein Reh jagen konnte, macht sie das bereits sehr erfolgreich und unterscheidet sich in ihrem Beuteverhalten bislang kaum von einem in freier Wildbahn geborenen Luchs», erklärt Markus Port.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karin Hindenlang Clerc, Geschäftsführerin des &lt;a href=&amp;quot;https://www.wildnispark.ch/de&amp;quot;&gt;Wildnispark Zürich&lt;/a&gt;, zeigt sich erfreut: «Rehe sind laut Statistik die Hauptbeute von freilebenden Luchsen. Wir haben Vreni im Tierpark Langenberg gezielt darauf vorbereitet.» Luchse, die ausgewildert werden sollen,&amp;nbsp;erhalten im Wildnispark Zürich nur Futtertiere, die denjenigen in der Wildnis entsprechen – beispielsweise Rehe und Hirsche, mit Haut und Haar. Die Luchsanlage im Tierpark Langenberg ist eine von wenigen in Europa, wo junge Luchse auf ein selbstständiges Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden können. Sie werden hier mit möglichst wenig Menschenkontakt aufgezogen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Positiver Einfluss auf das Waldökosystem&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Karin Hindenlang Clerc: «Luchse spielen eine wichtige Rolle für die Biodiversität. Ihre Präsenz hat einen positiven Effekt auf das Ökosystem, insbesondere im Wald, indem sie mithelfen, wildlebende Huftiere wie Reh und Hirsch zu regulieren.» Das hat u. a. einen positiven Einfluss auf den Verbiss von Jungbäumen und nützt der Forstwirtschaft, ein Aspekt der in der öffentlichen Diskussion um Grossraubtiere oft vergessen geht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nähe zu Luchsmännchen Kilian&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vreni hat seit ihrer Auswilderung etwa einen Aktionsradius von 7 km² in der Nähe ihres Freilassungsgeheges im mittleren Thüringer Wald. Damit ist sie noch kleinräumig unterwegs. Für ein frisch ausgewildertes Tier ist das jedoch normal. Eine wildlebende Luchsin hat normalerweise ein Streifgebiet von über 50 km². «Aufgrund der aktuellen Senderdaten vermuten wir, dass sich auch der zusammen mit Vreni ausgewilderte Kuder Kilian aus Nürnberg noch in ihrer Nähe aufhält», erklärt Markus Port. Vreni und Kilian hatten sich ein Kompartiment des Koordinationsgeheges im Wildkatzendorf Hütscheroda geteilt und sich dort sehr gut verstanden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wiederansiedlung von Luchsen in Thüringen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die freilebenden Luchsbestände in West- und Zentraleuropa sind von Inzucht bedroht, da die einzelnen Populationen teilweise sehr isoliert voneinander leben. Mithilfe des Projekts «Luchs Thüringen» sollen Populationen im Harz und im Bayerischen Wald miteinander vernetzt werden.&amp;nbsp;Mehr zum Projekt:&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://luchs-thueringen.de/de&amp;quot;&gt;www.luchs-thueringen.de&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Reintroduction of lynx in Thuringia&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;The wild lynx population in Western and Central Europe is threatened by inbreeding, as the individual populations are sometimes very isolated from each other. The «Thuringian Lynx»&amp;nbsp;project aims to link populations in the Harz Mountains and the Bavarian Forest. More about the project: &lt;a href=&amp;quot;https://luchs-thueringen.de/en&amp;quot;&gt;www.luchs-thueringen.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 02 Oct 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1727933394-Vreni_OB9_2024_09_03Wildtierkamera_Wildnispark_Zuerich_Luchs_Thueringen.JPG" length="2646417" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--127</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;«Mit dieser neuen Luchsin ermöglichen wir es dem territorialen Männchen FLORI, sich mit einem nicht verwandten Weibchen zu paaren, wodurch die genetische Vielfalt der Luchse in diesem Gebiet erhöht wird», erklärte Paolo Molinari, Projektkoordinator von ULyCA. In den italienischen Südostalpen überwachen wir derzeit 3 männliche Luchse, aber kein weibliches Tier.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle Luchse, die derzeit in den italienischen Südostalpen leben, stammen von Luchsen ab, die im Rahmen des LIFE-Lynx-Projekts wiederangesiedelt wurden. Von 2021 bis 2023 wurden sechs Luchse in den slowenischen Südostalpen ausgesetzt, um eine Trittsteinpopulation zu schaffen, die sich ausbreiten und schließlich mit der dinarischen Population verbinden kann. Darüber hinaus wurden im Rahmen des ULyCA-Projekts fünf Luchse in den italienischen Südostalpen ausgesetzt. Das Kerngebiet dieser neu geschaffenen Trittsteinpopulation liegt in den slowenischen Julischen Alpen. Vier von sechs ausgewilderten Weibchen haben sich erfolgreich fortgepflanzt. Mindestens 16 Jungtiere in 7 Würfen wurden geboren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;LUNA stärkt das noch kleine Luchsvorkommen in den südöstlichen Alpen. Sie ist ein junges Weibchen, das im Mai 2023 im Wildkatzendorf Hütscheroda in Mitteldeutschland geboren wurde, wo sie speziell auf die Auswilderung vorbereitet wurde. Sie kann möglicherweise 2025 ihre ersten Jungtiere zur Welt bringen. Luna ist auch der achte Luchs, der im Rahmen von Linking Lynx ausgewildert wurde. Dieses Projekt bringt Experten aus Zoos, Wildparks und Wiederansiedlungsprojekten zusammen, um die bestehenden Luchspopulationen in Mitteleuropa so zu vernetzen, dass der Austausch zwischen den einzelnen Populationen in Zukunft durch natürliche Ausbreitung stattfinden kann: Die Vernetzung der isolierten Luchspopulationen ist für das langfristige Überleben der Art in Mitteleuropa von entscheidender Bedeutung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;ULyCA ist ein Projekt der Carabinieri Forestali, und Progetto Lince Italia der Universität Turin ist für die technischen und logistischen Aspekte zuständig. Die Unterstützung durch den WWF Italien, Deutschland, Schweiz und Österreich ist sehr wichtig, ebenso wie die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe «Jagd und Luchs», die die regionalen Jagdverbände, die Abteilung für Biodiversität von Friaul-Julisch Venetien und die regionale Veterinärbehörde (ASUFC) vereint. Ein breites Netzwerk an Kooperationen hat zur heutigen Freilassung des Luchses geführt: Die European Association of Zoos and Aquaria und der Deutsche Wildgehegeverband arbeiten im Rahmen des Linking Lynx Network an Wiederansiedlungs- und Auswilderungsprojekten mit und LUNA wurde im Rahmen dieses gemeinsamen Bestrebens zur Erhaltung der Karpatenluchs-Metapopulation herangezogen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Sat, 28 Sep 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1727681450-WhatsApp_Image_2024-09-27_at_19.09.19.jpeg" length="354041" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--125</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Umweltministerium, BUND, WWF und ThüringenForst 27.08.2024:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Erfurt/Berlin. &lt;/em&gt;Im Rahmen des Artenschutzprojekts «Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen»&amp;nbsp;wurden heute zwei weitere Luchse erfolgreich im mittleren Thüringer Wald ausgewildert. Die jungen Luchse Vreni und Kilian folgen damit den Spuren von Frieda und Viorel, die bereits im Mai 2024 in dieser Region angesiedelt wurden. Im südlichen Thüringer Wald wurde zudem kürzlich eine Luchsin mit Jungtieren von einer Wildkamera aufgenommen. Der unerwartete Luchsnachwuchs ist die erste nachgewiesene Luchs-Reproduktion im Thüringer Wald seit über 150 Jahren und eine freudige Überraschung für das gesamte Projektteam. Gemeinsam mit ihren ausgewilderten Artgenossen legen die jungen Luchse einen ersten Grundstein für ein langfristig stabiles Luchsvorkommen im Thüringer Wald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dazu erklärt Umweltminister Bernhard Stengele (heute vor Ort von Umweltstaatsekretär Vogel vertreten): «Ich bin froh über jeden Fortschritt dieses wegweisenden europäischen Projektes – sowohl über die weitere Auswilderung als auch über den ersten Luchsnachwuchs im Thüringer Wald. Unserem gemeinsamen Ziel einer gut vernetzten Luchspopulationen in Deutschland und Mitteleuropa kommen wir Schritt für Schritt näher mit einer stabilen Luchspopulation im Thüringer Wald.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Luchsin &lt;a href=&amp;quot;https://www.wildnispark.ch/de/allgemein/aktuelles/luchs-aus-dem-wildnispark-zuerich-in-deutschland-ausgewildert-650&amp;quot;&gt;Vreni, geboren im Frühjahr 2023 im Schweizer Tierpark Langenberg&lt;/a&gt;, und Kuder Kilian, aus dem Zoo Nürnberg, stammen aus dem Erhaltungszuchtprogramm des Karpatenluchses der European Association for Zoos and Aquaria (EAZA). Sie wuchsen in großen, naturnahen Gehegen auf. Im April 2024 kamen die Tiere im BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda an und bezogen zunächst ein eigens für die Auswilderung von Luchsen errichtetes Gehege. Hier wurden sie auf ein Leben in der freien Wildbahn vorbereitet und ihr Verhalten gründlich beobachtet. «Beide Luchse zeigten von Anfang an eine ausgeprägte Scheu vor Menschen», erklärt Dr. Max Boxleitner, Luchsexperte des WWF Deutschland, «nach positiver Beurteilung durch ein Expertengremium, wurden sie Anfang August mit GPS-Halsbandsendern ausgestattet und in unser Auswilderungsgehege im Thüringer Wald überführt. Die Daten der Halsbandsender helfen uns, das Raumnutzungsverhalten der Tiere in freier Wildbahn zu überwachen.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die im Mai 2024 ausgewilderten Luchse Frieda und Viorel haben sich in ihrer neuen Umgebung gut eingelebt. Die GPS-Daten ihrer Halsbandsender zeigen, dass Frieda hauptsächlich in der Nähe von Oberhof unterwegs ist, während Viorel bereits größere Wanderungen unternommen hat und dabei sogar bis in den Frankenwald vorgedrungen ist. «Beide Luchse erweisen sich als geschickte Jäger. Mithilfe der GPS-Daten konnten wir bereits mehrfach von den Luchsen erlegte Beutetiere im Gelände aufspüren», erklärt Dr. Markus Port, Naturschutzbiologe beim BUND Thüringen und an der Universität Göttingen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viorel dürfte im südlichen Thüringer Wald bereits Kontakt zu anderen Luchsen gehabt haben. «Die Daten unserer Fotofallen, die wir seit Herbst 2023 in Südthüringen aufgestellt haben, lassen darauf schließen, dass im Grenzgebiet zu Bayern mindestens drei verschiedene Luchse beheimatet sind», ergänzt Port. Aus diesem Bereich stammt auch die Aufnahme der Luchsin mit den Jungtieren, die dem Forstamt Schönbrunn Mitte August zugespielt wurde. «Die unerwartete Luchsreproduktion freut uns sehr!», sagt Jürgen Boddenberg, Leiter des Sachgebietes Waldnaturschutz bei ThüringenForst. «Sie zeigt, dass unsere Wälder dem Luchs einen hervorragenden Lebensraum bieten. Und belegt, dass der Zeitpunkt unseres Projektes gut gewählt ist, um die zaghaften Anfänge des thüringisch-bayerischen Luchsvorkommens durch gezielte Auswilderung zu unterstützen.» Die Herkunft der Luchsin ist derzeit noch nicht bekannt. Vermutlich ist sie über den Frankenwald in den Thüringer Wald eingewandert. Zwischen 2016 und 2023 wurden insgesamt vier verwaiste Jungluchse aus dem Bayerischen Wald nach Nordbayern umgesiedelt, und haben sich dort erfolgreich fortgepflanzt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt «&lt;a href=&amp;quot;https://luchs-thueringen.de/de&amp;quot;&gt;Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen»&lt;/a&gt;&amp;nbsp;hat eine Laufzeit bis Ende August 2027 und wird im Rahmen des Programms «Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft»&amp;nbsp;(ENL) des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) umgesetzt – und gemeinsam vom BUND Thüringen sowie BUND Bundesverband, dem WWF Deutschland, dem Wildkatzendorf Hütscheroda, ThüringenForst, dem Landesjagdverband Thüringen, dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, dem Naturpark Thüringer Wald, der Georg-August-Universität Göttingen sowie den rumänischen Projektpartner ACDB und Romsilva durchgeführt. Das Projekt ist Teil des europäischen Luchsexperten-Netzwerks Linking Lynx, das sich dem Erhalt und der Vernetzung der Luchspopulationen Mitteleuropas verschrieben hat. Das Umweltministerium unterstützt das Projekt mit rund 2,9 Millionen Euro bis 2027, wovon ein Fünftel aus dem Thüringer Landeshaushalt stammt und die übrigen 80 Prozent aus ENL-Mitteln der EU kofinanziert sind.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 27 Aug 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1724823606-Luchs_Thueringen_1_1_(c)_Alexander_Sommer.jpg" length="1672593" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--122</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, 26.08.2024:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute (26. August) ist der fünfte Luchs im sächsischen Westerzgebirge ausgewildert worden. Der Transport und die Auswilderung des knapp anderthalbjährigen Luchses Anton seien reibungslos verlaufen, wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mitteilte. Kaum hatte sich der Schieber der Transportkiste ein wenig geöffnet, ergriff Anton seine Chance und sprang mit einem großen Satz in die Freiheit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anton wuchs in einem großen Zuchtgehege in einem belgischen Zoo auf und wurde in den letzten Monaten im Koordinierungsgehege des Wildkatzendorfes Hütscheroda in Thüringen auf seine Auswilderung vorbereitet. Er hat alle für die Auswilderung notwendigen Verhaltenstests und Gesundheitschecks bestanden. Wie alle Luchse, die im Rahmen des Projektes &lt;a href=&amp;quot;https://www.luchs.sachsen.de/&amp;quot;&gt;«RELynx Sachsen»&lt;/a&gt;&amp;nbsp;freigelassen werden, wurde auch Anton für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts mit einem GPS-Senderhalsband ausgestattet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sachsens Umweltminister Wolfram Günther: «Rund dreihundert Jahre nach ihrer Ausrottung in Sachsen holen wir seit diesem Frühjahr den Luchs zurück. Das ist ein großer Meilenstein in unserem Bestreben für den Erhalt von Artenvielfalt. Der Luchs gehört in unsere Wälder. Perspektivisch sollen die Luchse das Erzgebirge und das Elbsandsteingebirge besiedeln und so eine Brücke bilden zwischen dem Harz und der Luchspopulation in Bayern und Osteuropa. Ich bin froh, dass mit Anton heute bereits das fünfte Tier wieder ein Zuhause im Westerzgebirge findet. Ich wünsche ihm und allen bereits oder künftig hier lebenden Luchsen, dass sie sich gut einleben und gemeinsam eine stabile Luchspopulation begründen.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle bisher ausgewilderten Tiere, die beiden Katzen Nova und Alva sowie die beiden Kuder Juno und Chapo, sind noch vor Ort. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie sich in den sächsischen Wäldern wohlfühlen. Sie finden hier ausreichend Nahrung und ruhige Rückzugsorte, die sie tagsüber als Schlafplätze nutzen. Wie die Senderdaten und Auswertungen des Fotofallen-Monitorings zeigen, haben die Luchse Kenntnis voneinander. Obwohl sie sich außerhalb der Paarungszeit eher aus dem Weg gehen und alleine umherstreifen, bietet dieser Populationskern aus Katzen und Kudern die besten Voraussetzungen für einen ersten sächsischen Luchsnachwuchs 2025. Im Frühjahr 2025 hofft das Projektteam noch auf weibliche Wildfänge aus dem Schweizer Jura, die sich an der Reproduktion beteiligen könnten. Nachwuchs in der Anfangsphase eines solchen Projektes ist sehr wichtig, um die Population zu stabilisieren und die genetische Vielfalt zu erhöhen. Die Zeichen stehen gut, dass sich im Erzgebirge rasch eine stabile Trittsteinpopulation etablieren kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neuigkeiten von den bereits ausgewilderten vier Luchsen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Chapo, der am 10. Juli ausgewildert wurde, hielt sich die erste Zeit im unmittelbaren Bereich des Auswilderungsortes auf und hat dann recht schnell die Gegend südlich von Eibenstock erkundet. Während er sich anfangs nur von Kleinsäugern wie Mäusen ernährte, hat er nach circa drei Wochen sein erstes Reh gerissen. Zudem waren am 29. Juli GPS-Lokationen von Chapo und dem ein Jahr älteren Kuder Juno nur 50 Meter voneinander entfernt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es ein Zusammentreffen der beiden Luchsmännchen gab. Sicher ist, dass sie nun voneinander wissen. Luchse teilen den vorhandenen Lebensraum auf, indem sie über Duftmarken olfaktorische Grenzen setzen. Nach seinem ersten selbständig erbeuteten Reh hält Chapo sich momentan im Raum Platten in Tschechien auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach großräumiger Erkundung des Erzgebirges scheinen die anderen drei Luchse nun feste Territorien zu etablieren. Die Streifgebiete der beiden Katzen überschneiden sich derzeit kaum: Nova hat ein Streifgebiet um Eibenstock bis Zschorlau, Alva von Schönheide bis Graslitz in Tschechien. Junos Streifgebiet bewegt sich zwischen Wildenthal, Oberwildenthal und Wilzschmühle und umfasst Teile beider Luchskatzen-Territorien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gestartet wurde das Projekt »RELynx Sachsen« im September 2022 im Auftrag des Sächsischen Umweltministeriums (SMEKUL). Daran beteiligt sind das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und die Professur für Forstzoologie der Technischen Universität Dresden. Die Projektleitung liegt beim LfULG. Die praktischen Maßnahmen werden vom Staatsbetrieb Sachsenforst unterstützt.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 26 Aug 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1724748404-Anton_©_Archiv_Naturschutz_LfULG_R._Oehme.jpg" length="1023751" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/scalp-118</link>
			<title>SCALP</title>
			<description>&lt;p class=&amp;quot;picture_content_wrap&amp;quot;&gt;&lt;span class=&amp;quot;resource picture picture_content&amp;quot;&gt;&lt;span class=&amp;quot;resource_background&amp;quot;&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1723118177-SCALP_Luchs_Karte_2020.jpg&amp;quot; target=&amp;quot;&amp;quot;&gt;&lt;span class=&amp;quot;resource picture picture_content&amp;quot;&gt;&lt;span class=&amp;quot;resource_background&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.linking-lynx.org/addons/phpThump/phpThumb.php?src=../../data/Ressources/1723118177-SCALP_Luchs_Karte_2020.jpg&amp;amp;q=85&amp;amp;w=1600&amp;amp;h=1389&amp;amp;f=jpg&amp;amp;zc=1&amp;quot; target=&amp;quot;&amp;quot;&gt;&lt;img data-naturalheight=&amp;quot;1389&amp;quot; data-naturalwidth=&amp;quot;1600&amp;quot; data-url=&amp;quot;https://www.linking-lynx.org/addons/phpThump/phpThumb.php?src=../../data/Ressources/1723118177-SCALP_Luchs_Karte_2020.jpg&amp;amp;q=85&amp;amp;w=1600&amp;amp;h=1389&amp;amp;f=jpg&amp;amp;zc=1&amp;quot; loading=&amp;quot;lazy&amp;quot; src=&amp;quot;https://www.linking-lynx.org/addons/phpThump/phpThumb.php?src=../../data/Ressources/1723118177-SCALP_Luchs_Karte_2020.jpg&amp;amp;q=85&amp;amp;w=1600&amp;amp;h=1389&amp;amp;f=jpg&amp;amp;zc=1&amp;quot; style=&amp;quot;width:800px; height:694.5px;&amp;quot; title=&amp;quot;&amp;quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Die Verbreitungskarte für das Luchsjahr 2020/2021 basiert auf Daten aus neun Ländern und fünf Populationen. Die Karte zeigt die beobachteten Luchsvorkommen in einem 10x10 km Raster. Unterschieden wird zwischen verschiedenen SCALP-Kategorien und ob ein Reproduktionsereignis stattgefunden hat oder nicht. Die gesammelten Daten werden in drei Kategorien klassifiziert: Kategorie 1 (C1) umfasst unbestrittene Beobachtungen wie klare Fotos von Luchsen und genetisch bestätigte Proben. Kategorie 2 (C2) beinhaltet von Fachleuten überprüfte Beobachtungen wie getötete Beutetiere und Luchsspuren. Kategorie 3 (C3) umfasst unbestätigte, aber plausible Beobachtungen. Reproduktionsnachweise umfassen Fotos von Luchsjungen oder gesichtete Weibchen mit Jungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Karte hat einige Limitierungen. So sind etwa GPS-Daten von besenderten Luchsen nicht in der Karte enthalten. Zudem sind die gezeigten Verbreitungsdaten in einigen Gebieten unvollständig (z.B. Bayern) was die Gesamtübersicht der Luchspopulation beeinflusst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Besondere Beobachtungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Berichtsjahr wurden in den französischen Alpen Reproduktionsereignisse gemeldet, während im Kalkalpengebiet (Oberösterreich) das zweite Jahr in Folge keine Reproduktion nachgewiesen wurde. Im deutschen Pfälzerwald wurden mindestens fünf Jungtiere aus zwei verschiedenen Würfen dokumentiert. In der Region Türnitz, Niederösterreich, und im Wildalpengebiet, Steiermark, wurden zudem zum ersten Mal unabhängige Luchse gemeldet. Darüber hinaus wanderte ein Luchs aus dem Dinarischen Gebirge vorübergehend in die Julischen Alpen ein. Aus dem Wiedereinsiedlungsprojekt im Nordwesten Polens sind zwei Luchse in die Tschechische Republik abgewandert und drei nach Sachsen: Ein Luchs zog wieder zurück nach Polen, der zweite zog weiter nach Thüringen und der dritte blieb einige Zeit in Sachsen, bevor er nicht mehr nachgewiesen werden konnte. 2020 wurden fünf Luchs von den rumänischen und slowakischen Karpathen ins Dinarische Gebirge umgesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Hintergrund und Ziele des SCALP-Projekts&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt «Status and Conservation of the Alpine Lynx Population» (SCALP) koordiniert seit dem Jahr 1995 die Überwachung, den Schutz und das Management des Eurasischen Luchses in den Alpen. Seit 2013 werden in Zusammenarbeit mit Luchsexpertinnen und Experten aus benachbarten Regionen regelmässig standardisierte Verbreitungskarten erstellt. Diese Karten ermöglichen den Vergleich von Überwachungsdaten zwischen verschiedenen Regionen, Ländern und Populationen und fördern die Zusammenarbeit in Schutzmassnahmen. Nur dank der Zusammenarbeit einer Vielzahl von Organisationen und Einzelpersonen aus verschiedenen Ländern, war die Erstellung des Monitoringberichts möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=2&amp;amp;resource_link_id=115&amp;quot;&gt;&amp;gt; Zum SCALP Monitoring Bericht 2020&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 08 Aug 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1705329843-Geslin_Laurent-006.JPG" length="497277" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-120</link>
			<title>Auswilderung</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ministerium für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Baden-Württemberg, Deutschland, 07.08.2024:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Finja war der erste weibliche Luchs, der im Rahmen des Projekts zur Bestandsstützung des Luchses in Baden-Württemberg im Dezember letzten Jahres im Schwarzwald ausgewildert wurde. Sieben Monate später ist sie gestorben. Das Tier wurde intensiv veterinärpathologisch untersucht. Als Todesursache identifizierten Expertinnen und Experten die Infektionskrankheit Staupe, die bei Füchsen und Mardern vergleichsweise häufig auftritt, bei Katzen aber sehr selten anzutreffen ist», sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (7.&amp;nbsp;August) in Stuttgart.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Finja stammte aus einem Wildgehege in Thüringen und wurde in einem speziellen Gehege in Rheinland-Pfalz für die Auswilderung vorbereitet. Seit der Auswilderung hatte sie, wie ihre Artgenossen, regelmäßig Rehe und gelegentlich auch Hasen und Füchse erbeutet. Bei der routinemäßigen Kontrolle eines möglichen Risses war die Luchskatze Finja Anfang Juli lebend aber in einem sehr schlechten Zustand im Nordschwarzwald gefunden worden. Alle Rettungsversuche scheiterten, so dass das Tier eingeschläfert werden musste.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Der Fall von Finja verdeutlicht die Komplexität des Auswilderungsprojektes und das in der Natur mit solchen Verlusten leider immer zu rechnen ist», betonte Minister Hauk.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Staupe bei Füchsen und Mardern sehr verbreitet, bei Luchsen äußerst selten&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;Staupe ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die in Deutschland flächendeckend vorkommt und vor allem bei Hunde- und Marderartigen sowie bei Waschbären und Seehunden auftritt. Sehr selten können sich auch Luchse mit dem Virus infizieren, zum Beispiel durch direkten Körperkontakt über Nasen- und Augensekret oder indirekt über Gegenstände, die von erkrankten Tieren mit Sekret, Urin oder Kot verunreinigt wurden. Da Finja, wie für einen wilden Luchs typisch, neben ihrer Hauptbeute Rehe auch Füchse riss, liegt eine Ansteckung über einen infizierten Fuchs nahe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch aus anderen Regionen wie der Schweiz sind äußerst vereinzelt Staupefälle bei Luchsen bekannt. Diese sind jedoch sehr selten. „Da Staupe vorrangig Hundeartige, beispielsweise Füchse, befällt und Luchse selten erkranken, stellt die Krankheit für einen Luchsbestand kein signifikantes Risiko dar. Eine Impfung von Luchsen ist daher nach derzeitigem Wissensstand nicht angezeigt“, erläutert Dr. Marco Roller, Tierarzt des Zoo Karlsruhe (Partner im Luchsprojekt). Aktuell ist in Deutschland kein Staupe-Impfstoff für Luchse zugelassen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Hintergrundinformationen&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;Das vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) ins Leben gerufene Projekt zur Bestandsstützung der Luchse im Schwarzwald wird von der Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Kooperation mit dem Landesjagdverband, dem WWF Deutschland und dem Zoo Karlsruhe als Projektpartner umgesetzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis zu zehn, insbesondere weibliche Luchse, sollen bis 2027 zur Bestandsstützung im Schwarzwald ausgewildert werden.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 07 Aug 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1705312026-Finja_05_FVA_Strein_s_(1)_Titelbild.jpg" length="345578" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung--114</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;Eigentlich wäre der einjährige Kuder als Zuchttier für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) vorgesehen gewesen. Der Jungluchs (geboren im Jahr 2023) wuchs mit seinen zwei Brüdern in einer grossen Luchsanlage (1860m2) des &lt;a href=&amp;quot;https://tiergarten.nuernberg.de/startseite.html&amp;quot;&gt;Tiergartens Nürnberg&lt;/a&gt; unter besonderen Bedingungen auf. Insbesondere wurde auf wenig Kontakt zu den Tierpflegenden und eine Fütterung mit Wildfleisch geachtet. Alle drei Brüder wurden von Experten des Linking Lynx-Netzwerks als scheu und potenziell für Wiederansiedlungen geeignet eingestuft. Einer von ihnen wurde für eine Wiederansiedlung in Thüringen vorgesehen. Der besagte Kuder sollte im EEP verbleiben, weil dort weitere geeignete Zuchttiere gebraucht werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anfang Juni wurde der Kuder aus Nürnberg in das &lt;a href=&amp;quot;https://www.luchsprojekt-harz.de/luchsprojekt/de/start/&amp;quot;&gt;Luchsschaugehege an der Rabenklippe&lt;/a&gt; im Harz transportiert. Kurz nach seiner Ankunft gelang es dem Luchs über den Zaun des Geheges zu entkommen. Er konnte kurz darauf mittels eines Narkosegewehrs wieder eingefangen werden und verbrachte danach einige Zeit in einem geschlossenen Gehege. Die Handhabung des Kuders erwies sich nicht ganz einfach. Der Luchs versuchte immer wieder einen Weg aus dem Gehege zu finden und kam nur schwer zur Ruhe. Da sich der Kuder offensichtlich nur schwer an die neue Umgebung gewöhnte, haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, den Luchs stattdessen für eine Auswilderung vorzusehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daraufhin wurde der Karpatenluchs, der bereits alle notwendigen Gesundheitschecks durchlaufen hatte, nach Sachsen gebracht. Dort wurde er im Juli im Rahmen des Projekts «&lt;a href=&amp;quot;https://www.luchs.sachsen.de/projekt-relynx-3981.html&amp;quot;&gt;ReLynx Sachsen&lt;/a&gt;» ausgewildert. Er wird fortan als wilder Luchs dazu beitragen, eine neue Luchspopulation in Sachsen aufzubauen. Diese soll als sogenannte Trittsteinpopulation fungieren, das heisst als Verbindung bestehender europäischen Luchsvorkommen. Damit wird er zur Vernetzung der Karpatenluchspopulation in Europa beitragen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die nötigen Bewilligungen durch den Freistaat Sachsen für die Auswilderung liegen vor. Der Prozess bis zur Auswilderung wurde von Expertinnen und Experten des Netzwerks Linking Lynx begleitet.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 11 Jul 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1720612952-Luchs_Nachwuchs_©Tiergarten_Nuernberg__Tom_Burger.jpg" length="2145179" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung -116</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressemitteilung Baden-Württemberg, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, 10.07.2024:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Die Luchskatze Finja war eine Pionierin und sollte den Grundstein für eine dauerhafte und gesunde Luchspopulation in Baden-Württemberg legen und zur Bestandstützung beitragen. Im&amp;nbsp;Dezember letzten Jahres&amp;nbsp;wurde sie erfolgreich ausgewildert und durchstreifte den Nordschwarzwald. Bei der routinemässigen Kontrolle eines möglichen Risses wurde das Tier nun lebend, aber in einem sehr schlechten Zustand im Nordschwarzwald gefunden. Es wurden umgehend die Tierärzte aus dem&amp;nbsp;Zoo Karlsruhe&amp;nbsp;hinzugezogen. Diese leiteten erste Rettungsmaßnahmen ein. Leider konnten alle veterinärmedizinischen Maßnahmen den Zustand des Luchses nicht stabilisieren. Da keine Behandlung anschlug und zur Vermeidung weiteren Leidens musste das Tier leider eingeschläfert werden. Das ist traurig, aber kann leider auch Teil der Realität bei Auswilderungsprojekten sein», sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz,&amp;nbsp;Peter Hauk.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Finja stammte aus einem Wildgehege in Thüringen und wurde in einem speziellen Gehege in Rheinland-Pfalz für die Auswilderung vorbereitet. Nach genetischen, medizinischen und verhaltensökologischen Untersuchungen erfüllte die Luchskatze alle Voraussetzungen. Seit der Auswilderung hatte sie, wie ihre Artgenossen, regelmässig Rehe und gelegentlich auch Hasen und Füchse erbeutet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Luchskatze Finja konnte über ihren Halsbandsender lokalisiert werden. Mittels Wildtierkameras wurden zudem regelmässig Aufnahmen von ihr gemacht, auf denen sie stets gesund wirkte. Welche Ursachen für den Tod ausschlaggebend waren, wird aktuell untersucht. Das wird einige Wochen in Anspruch nehmen, bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Auch, wenn ein solcher Verlust nicht ausgeschlossen werden kann, ist das ein sehr trauriger Moment. Wir hatten darauf gehofft, dass Finja zum Neuaufbau eines Luchsvorkommens im Schwarzwald mit Jungtieren beitragen könnte. Wir werden trotz des Verlustes von Finja an unserem Vorhaben festhalten und weitere Luchse im Land ansiedeln», betonte der Minister.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 10 Jul 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1705312026-Finja_05_FVA_Strein_s_(1)_Titelbild.jpg" length="345578" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/reproduktion-121</link>
			<title>Reproduktion</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;LIFE Lynx Projekt, Slowenien, 01.07.2024:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mitte März berichteten wir, dass &lt;a href=&amp;quot;http://www.lifelynx.eu/miha-another-lynx-wearing-a-telemetry-collar/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;ein junger männlicher Luchs namens Miha auf der Hochebene von Jelovica eingefangen und mit einem Telemetriehalsband versehen wurde&lt;/a&gt;. Kurz nach seiner Freilassung in die Wälder stellten wir fest, dass er sich mit einem Luchsweibchen namens Talia traf, das im Rahmen des ULyCA2-Projekts in die Umgebung von Tarvisio umgesiedelt und freigelassen wurde. Nach ihrer Freilassung in Italien hat Talia ihr Revier in Slowenien auf der Hochebene von Jelovica etabliert. Da die Paarungszeit der Luchse noch nicht vorbei war, haben wir mit Freude festgestellt, dass Luchsin Talia Ende Mai zwei Jungtiere zur Welt gebracht hat. Im Moment können wir nicht bestätigen, dass Luchs Miha der Vater dieser Jungtiere ist, aber das Datum ihrer Begegnung passt perfekt zum Zeitpunkt der Geburten dieser beiden Jungtiere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach der möglichen Paarung mit Talia entfernte sich Luchs Miha von Jelovica in Richtung der Region Posočje, wo er die meiste Zeit seit seiner Überwachung mit Telemetrie verblieb. Es ist noch zu früh, um die Größe seines Verbreitungsgebiets abzuschätzen, und wir hoffen, dass die Telemetrie uns dies in naher Zukunft ermöglichen wird.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 01 Jul 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1724677151-2024-07-01_Reproduction_Mladic_Talia_2_Rok-Cerne-768x576.jpg" length="155599" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-100</link>
			<title>Auswilderung</title>
			<description>&lt;p&gt;Am Mittwochabend (15. Mai) wurden im Rahmen des&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://luchs-thueringen.de/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Projekts &amp;quot;Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen&amp;quot;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;zwei Luchse im Thüringer Wald ausgewildert. Als entscheidenden Meilenstein in der Wiederansiedlung und Vernetzung von Luchspopulationen in Deutschland und Mitteleuropa feiern die Projektpartner dieses Ereignis. Die beiden ersten ausgewilderten Tiere sind Luchsin Frieda und Luchs Viorel. Frieda ist im deutschlandweit ersten Koordinationsgehege in Hütscheroda aufgewachsen. Viorel ist ein Wildfang aus den rumänischen Karpaten. Beide Luchse wurden Ende April in ein Auswilderungsgehege im mittleren Thüringer Wald gebracht. Zwei weitere Luchse aus dem Gehege sollen Frieda und Viorel im Spätsommer in die Freiheit folgen. Ziel ist es, in den nächsten vier Jahren jedes Jahr bis zu fünf Luchse auszuwildern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Umweltminister Bernhard Stengele:&lt;/strong&gt; „Das ist ein wegweisendes europäisches Projekt mit unseren Partnern aus Rumänien und dem Luchsgehege in Hütscheroda. Unser Ziel ist eine gesunde und stabile Luchspopulation im Thüringer Wald mit der wir allmählich die Luchspopulationen in Deutschland und Mitteleuropa vernetzen. Dieses Projekt ist dafür enorm wichtig - und ich danke den vielen Partnerinnen und Partnern, die zum guten Gelingen beitragen.&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Markus Port, Luchsexperte BUND Thüringen:&lt;/strong&gt; „Der Luchs begleitet den BUND Thüringen schon seit vielen Jahren und nun dürfen wir ihn bei der Rückkehr in seinen ursprünglichen Lebensraum begleiten. Darauf sind wir sehr stolz. Zumal unser langjähriges Engagement die Grundlagen für das aktuelle Projekt liefert. Durch das Monitoring haben wir fundierte Kenntnisse über das Vorkommen der Art in Thüringen und können nun die Weichen für eine dauerhafte Rückkehr des Luchses in Thüringens Wälder stellen.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Max Boxleitner, Projektleiter „Luchs Thüringen“ beim WWF Deutschland:&lt;/strong&gt; „Die Zukunft der Luchse in Deutschland entscheidet sich in Thüringen. Wir brauchen die Thüringer Wälder als Verbindungskorridore zwischen den Luchspopulationen im Harz und im Bayerischen Wald. Doch auch über die Landesgrenzen hinaus, spielt die Region für die Luchspopulation in Mitteleuropa eine entscheidende Rolle als Drehkreuz, um einen genetischen Austausch zwischen den Populationen zu gewährleisten.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Katrin Vogel, Geschäftsführerin der Wildtierland Hainich gGmbH:&lt;/strong&gt; „Ich freue mich sehr, dass Frieda seit heute als nun vierter Luchs aus unserer Nachzucht im BUND-Wildkatzendorf frei durch europäische Wälder streift – als erste Luchskatze hier in Thüringen. Wer ihre Eltern oder Geschwister kennen lernen möchte, ist in Hütscheroda herzlich willkommen.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Auswilderung erfolgte nach dem sogenannten Soft-Release-Verfahren, bei dem die Luchse vor ihrer Freilassung für zwei bis vier Wochen in dem Auswilderungsgehege gehalten wurden. So sollte den Tieren eine sanfte Eingewöhnung an ihre neue Umgebung ermöglicht werden. In zwei getrennten Gehegeteilen konnten sich die Tiere außerdem schon vor ihrer Freilassung gegenseitig beschnuppern. Beide Luchse wurden mit GPS-Halsbändern ausgestattet, um ihre Bewegungen in den ersten Monaten nach der Freilassung überwachen zu können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt &amp;quot;Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen&amp;quot; hat eine Laufzeit bis Ende August 2027 und wird im Rahmen des Programms &amp;quot;Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft&amp;quot; (ENL) des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) umgesetzt – und gemeinsam vom BUND Thüringen sowie BUND Bundesverband, dem WWF Deutschland, dem Wildkatzendorf Hütscheroda, ThüringenForst, dem Landesjagdverband Thüringen, dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, dem Naturpark Thüringer Wald, der Georg-August-Universität Göttingen sowie den rumänischen Projektpartner ACDB und Romsilva durchgeführt. Das Umweltministerium unterstützt das Projekt mit rund 2,9 Millionen Euro bis 2027, wovon ein Fünftel aus dem Thüringer Landeshaushalt stammt und die übrigen 80 Prozent aus ENL-Mitteln der EU kofinanziert sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ergänzende Zitate:&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Frank Herrmann, Landesgeschäftsführer des LJV Thüringen:&lt;/strong&gt; „Mit der Auswilderung der beiden Luchse hier in den Kammlagen des Thüringer Waldes nimmt auch das Monitoring durch die hochmotivierten und geschulten Luchsbeauftragten der Jägerschaften Fahrt auf. Wir sind sehr gespannt, ob es den beiden Neuankömmlingen gelingt, mit den schon seit Jahren im Grenzbereich Nordbayern-Hohes Schiefergebirge sporadisch nachgewiesenen Luchsen Verbindung aufzunehmen und so einen wichtigen Schritt in Richtung Vernetzung der Populationen zu tun.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Tiemo Kahl, Referent UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald:&lt;/strong&gt; „Als ein Hotspot der biologischen Vielfalt in Deutschland freut sich das UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald über den Zuzug der Luchse. Diese bedeutenden Spitzenprädatoren werden das Ökosystem vielfältig bereichern.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ralf Kirchner, Stellv. Geschäftsführer, Naturpark Thüringer Wald:&lt;/strong&gt; „Vor über 200 Jahren wurde der letzte Luchs im Thüringer Wald ausgerottet. Heute können wir endlich seine Rückkehr feiern! Oft werde ich von Einheimischen und Touristen gefragt: Können Luchse in diesen geschädigten Wäldern überhaupt überleben? In den letzten 200 Jahren waren die Chancen nie besser! Der Luchs hat im Naturpark eine Zukunft, denn er ist herzlich willkommen. Seine Rückkehr in den Thüringer Wald ist der Grundstein für die Zukunft der Luchse in Deutschland.“&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 16 May 2024 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1716454979-Luchs-Thueringen.jpg" length="1665836" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung -96</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;Anfang März war Alva im Schweizer Jura gefangen worden. Die folgenden drei Wochen verbrachte sie im Berner Tierpark in Quarantäne, wurde untersucht und geimpft. Alva ist drei Jahre alt, gesund und genetisch für den Aufbau einer neuen Luchspopulation in Sachsen geeignet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Luchsweibchen begab sich am 28. März 2024 auf ihre lange Reise und erreichte die hiesigen Wälder am frühen Abend. Vielleicht hat sie sich bereits in ihrer Transportkiste nach einem geeigneten Versteck umgesehen: Kaum war das Gitter geöffnet, verschwand die zierliche Alva seitab des Weges flink zwischen jungen Fichten.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 28 Mar 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1712306629-RELynx_0324-19_rdax_1760x990_87s_ALVA.jpg" length="2022701" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung -94</link>
			<title>Auswilderung </title>
			<description>&lt;p&gt;Juno reiste in seiner Transportbox in der Nacht an und wurde in den Morgenstunden in den Wald entlassen. Er schien es nicht besonders eilig zu haben, lief langsam aus der Kiste, sah sich noch um und sprang dann ins Gebüsch. Juno ist zwei Jahre alt und stammt aus dem «Wildkatzendorf Hütscheroda»&amp;nbsp;in Thüringen. Hier wuchs der Kuder mit so wenig Menschenkontakt wie möglich auf und wurde bereits auf das Leben im Wald vorbereitet. Vor seiner Umsiedlung musste Juno noch einen Wesenstest bestehen: Der Luchs wurde intensiv beobachtet und seine Reaktionen getestet. Juno zeigte sich als äußerst scheu und ist damit für das Leben in der Freiheit bestens geeignet. Er ist gesund und in der Lage, sich fortzupflanzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nova ist ein Wildfang: Sie wurde am Abend des 24. Februars im Schweizer Jura gefangen. Im Anschluss musste sie für drei Wochen in Quarantäne, wurde veterinärmedizinisch untersucht und geimpft. Als gesunde und genetisch geeignete Luchsdame stand ihrer Reise nach Sachsen nichts im Wege: Nova wurde direkt nach ihrer Anreise aus der Schweiz in ihre neue Heimat entlassen. Sie drängte in die Freiheit und rannte schnurstracks über einen Waldweg davon. Die Katze ist drei bis sechs Jahre alt und hatte bereits Nachwuchs, was an ihren Zitzen erkennbar ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beide Tiere tragen GPS-Halsbänder und können vom Projektteam geortet werden. Nova zeigt sich lauf- und erkundungsfreudig und hielt sich zuletzt rund 15 Kilometer vom Aussetzungsort entfernt auf. Juno muss sich an seine neue Freiheit noch gewöhnen, er erkundet zunächst die Umgebung des Aussetzungsortes.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 19 Mar 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1711113744-RELynx_0324-8_rdax_860x484_87s_JUNO.jpg" length="125518" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/neues-koordinationsgehege-95</link>
			<title>Neues Koordinationsgehege</title>
			<description>&lt;p&gt;Im Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoos Karlsruhe mitten im Wald, wird noch in diesem Jahr ein 5.000 Quadratmeter großes Gehege gebaut. Darin sollen zukünftig Luchse auf eine Auswilderung vorbereitet werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Wir sind extrem stolz darauf, mit der Anlage diesen wichtigen Baustein für künftige Bestandsstützungen des Luchses bauen und dann auch betreuen zu dürfen», freut sich Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt über die Zusage, das Koordinationsgehege bauen zu dürfen: «Es passt sehr gut in unsere Strategie, den klassischen Zoo in ein Artenschutz-Zentrum umzubauen. Dass wir zudem für das Koordinationsgehege viel Unterstützung von Oberbürgermeister, Bürgermeistern und zuständigen Ämtern bekommen haben, freut uns besonders.»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anlage wird vier etwa gleich große Teilbereiche erhalten sowie ein kleineres Separationsgehege für möglichst stressarme Tiertransfers. Die geschätzten Baukosten von rund 300.000 Euro werden vom WWF Deutschland, der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe sowie aus Projektgeldern des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) bezahlt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Europaweite Auswilderungen könnten aus Karlsruhe versorgt werden&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Entscheidung für den Bau der strategisch sehr bedeutenden Anlage in Karlsruhe wurde vom Ministerium in Absprache mit dem Experten-Netzwerk Linking Lynx getroffen. «Das Koordinationsgehege in Karlsruhe wird einen wichtigen Beitrag für nationale und internationale Wiederansiedelungsprojekte sowie für die Vernetzung der Luchspopulationen in Zentraleuropa leisten», sagt die Linking-Lynx-Koordinatorin Dr. Kristina Vogt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben Bestandsstützungen in Baden-Württemberg könnten weitere Projekte in Deutschland und Europa mit Luchsen aus Karlsruhe versorgt werden. Aktuell gibt es mehr als 20 Zuchtpaare in Tiergärten des Europäischen Zooverbands EAZA, deren zukünftige Jungtiere für Auswilderungen infrage kommen, unter anderem das neu zusammengestellte Paar im Zoo Karlsruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Die Bereitstellung der Luchse erfolgt dabei durch das Zuchtprogramm der EAZA und wird durch Linking Lynx koordiniert. Der Gehegekomplex in Karlsruhe wird im Rahmen des Projekts ,Luchs Baden-Württemberg‘ gebaut und erfüllt die strengen, wissenschaftlichen Vorgaben an die Aufzucht und Vorbereitung der zur Auswilderung bestimmten Tiere», erläutert Vogt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Durch das Landesprojekt sollen bis zu zehn, insbesondere weibliche Luchse, bis 2027 im Schwarzwald ausgewildert werden», sagt Eva Klebelsberg, Leiterin von «Luchs Baden-Württemberg»&amp;nbsp;an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA). Dazu kommen Nachwuchstiere zukünftig im Alter zwischen sechs und acht Monaten für ein halbes bis dreiviertel Jahr in das Karlsruher Koordinationsgehege.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dies wird abseits der Besucherwege im Wald errichtet, um einen Mensch-Tier-Kontakt zu vermeiden – auch die Mitarbeitenden des Zoos halten sich weitgehend fern. «Dafür werden wir Kameras installieren, um die Tiere besser beobachten zu können», erklärt Dr. Marco Roller, Zootierarzt und Kurator für den Tierpark Oberwald.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Luchse optimal auf selbstständiges Leben vorbereiten&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Tiere sollen während ihrer Zeit in Karlsruhe zudem möglichst naturnah ernährt werden. «Dafür kommen vor allem Rehe in Betracht, die zwar tot, aber als ganzer Körper den Tieren zur Fütterung gereicht werden», wie Roller weiter ausführt. Dafür gibt es laut dem Zootierarzt lokale und regionale Kooperationen mit der Jägerschaft, denen immer wieder im Straßenverkehr umgekommenes Wild gemeldet wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So sollen die Luchse optimal auf ein selbstständiges Leben in der Natur vorbereitet werden. Vor diesem Schritt werden die zur Auswilderung bestimmten Tiere jedoch noch ausführlich veterinärmedizinisch untersucht und ihr Verhalten getestet. «Für die Auswilderung an unterschiedlichen Orten ist dann eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit insbesondere mit der Jägerschaft essentiell», stellt Klebelsberg heraus. Auch der Landesjagdverband Baden-Württemberg unterstützt das Projekt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Aktuell gibt es zwischen zwei bis fünf männliche Luchse, sogenannte Kuder, im Schwarzwald, die aus der Schweiz nach Baden-Württemberg eingewandert sind. Die weiblichen Tiere entfernen sich jedoch nicht weit von ihrem Geburtsort. Deshalb können sich die Luchspopulationen räumlich kaum ausdehnen und den eigentlich bestens geeigneten Lebensraum besetzen», erläutert Klebelsberg weiter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im vergangenen Dezember war mit dem Weibchen Finja der erste Luchs im Rahmen des Projekts im Nordschwarzwald ausgewildert worden. Als Region wählten die Verantwortlichen den Bereich des Streifgebiets des dort ansässigen Kuders Toni. Dieser wanderte bereits im Jahr 2019 aus der Schweiz in den Schwarzwald, etablierte dort ein Territorium und machte seither zur Paarungszeit ausgedehnte Wanderungen auf der Suche nach einer Partnerin. Mit Finja soll ihm nun eine Partnerin zur Seite gestellt werden.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1711115124-3Q2A9857b_©_Zoo_Karlsruhe.jpg" length="2318924" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/convention-on-the-conservation-of-migratory-species-of-wild-animals-70</link>
			<title>Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals</title>
			<description>&lt;p&gt;Der Vorschlag zur Aufnahme in die entsprechenden Anhänge wurde von den Mitgliedsstaaten Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, Albanien und Usbekistan eingereicht. Darüber hinaus haben die IUCN/SSC Cat Specialist Group und das Sekretariat der Karpatenkonvention (vertreten durch das Büro des Umweltprogramms der Vereinten Nationen in Wien) einen gemeinsamen Aktionsvorschlag eingereicht.&amp;nbsp;Beide Vorschläge wurden ohne Gegenstimmen angenommen, wobei sich die EU und mehrere zentralasiatische Vertragsparteien positiv äusserten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;a href=&amp;quot;https://www.cms.int/en/document/proposal-concerted-action-eurasian-lynx-lynx-lynx-proposed-listing-appendix-ii-and-appendix&amp;quot;&gt;Aktionsvorschlag&lt;/a&gt; enthält verschiedene Massnahmen für die vier südlichen Unterarten des Eurasischen Luchses. Für den Karpatenluchs (&lt;em&gt;Lynx lynx carpathicus&lt;/em&gt;) sind unter anderem folgende Aktivitäten vorgesehen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Erstellung eines zusammenfassenden Berichts über den Erhaltungszustand des Karpatenluchses.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Entwicklung einer Erhaltungsstrategie für den Luchs im Karpatenbogen in Zusammenarbeit mit den Verbreitungsstaaten, der Karpatenkonvention, der Berner Konvention und der CMS.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Entwicklung von IUCN-Richtlinien für die Erholung (Wiederansiedlung, Stärkung und Vernetzung) des Karpatenluchses in West- und Mitteleuropa, basierend auf den «Bonner Empfehlungen».&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Erhaltungsstrategie für den Luchs in den Karpaten wird die Wiederherstellung (wo nötig) und den Erhalt einer lebensfähigen Population im gesamten Gebirge in einem «günstigen Erhaltungszustand»&amp;nbsp;skizzieren.&amp;nbsp;Die Richtlinien werden dazu beitragen, die für den Aufbau einer lebensfähigen Population des Karpatenluchses in West- und Mitteleuropa, wo die ersten Karpatenluchse vor mehr als 50 Jahren ausgesetzt wurden, erforderlichen Wiederansiedlungen und Bestandesstärkungen zu optimieren. Die «Bonner Empfehlungen»&amp;nbsp;und die verschiedenen Protokolle, die vom Linking Lynx-Netzwerk entwickelt wurden, werden die Grundlage für beide strategischen Dokumente bilden.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 16 Feb 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1705074047-luchs_T4A3601_Gebhardt_klein.jpg" length="613409" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/wiederansiedlung-68</link>
			<title>Wiederansiedlung</title>
			<description>&lt;p&gt;Das Ziel ist es in den nächsten vier Jahren bis zu 20 Luchse im deutschen Thüringen auszuwildern. Die Wiederansiedlung von Luchsen im Thüringer Wald zielt darauf ab, eine Trittsteinpopulation zu etablieren und damit mittelfristig die Verbindung zwischen den Luchspopulationen im Bayerischen Wald und dem Harz herzustellen, um einen genetischen Austausch zu gewährleisten und die langfristige Zukunft des Luchses in Mitteleuropa zu sichern.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://luchs-thueringen.de/de&amp;quot;&gt;Das Projekt «Luchs Thüringen»&amp;nbsp;&lt;/a&gt;wird von einem breiten Bündnis aus zehn Organisationen, bestehend aus Akteuren im Bereich Naturschutz, Forst, Jagd und Behörden, unterstützt und vom BUND Thüringen und WWF Deutschland koordiniert. Neben Luchsen aus Gehegen wie im Wildkatzendorf Hütscheroda, werden auch Luchse aus den rumänischen Karpaten ausgewildert – dafür sind zwei rumänische Partnerorganisationen in das Projekt eingebunden. Das Projekt wird mit knapp 2.9 Millionen Euro vom Umweltministerium gefördert und spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines Populationskerns zwischen den etablierten Vorkommensgebieten des Luchses in Deutschland.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 12 Feb 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1707723882-20240125_095945.jpg" length="1920261" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/weiterbildung--20</link>
			<title>Weiterbildung </title>
			<description>&lt;p&gt;Im Januar 2024 nahmen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Luchs-Wiederansiedlungsprojekte in Deutschland (Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg) an einem Workshop zum Thema «Luchsfang» teil. Dieser fand in der Schweiz am Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit (FIWI) der Universität Bern statt und wurde vom FIWI in Zusammenarbeit mit der Stiftung KORA organisiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Themen des Workshops waren vielfältig. In einem Theorieblock wurden die Grundlagen vermittelt und bei anschliessenden Übungsposten konnte das Gelernte in die Praxis umgesetzt werden. Es wurden verschiedene Fangsysteme (Kastenfallen, Schlingenfallen, ferngesteuertes Narkosegewehr) und Senderhalsbänder vorgestellt sowie chemische Immobilisation, Narkoseüberwachung, Transport und mögliche Probleme beim Fang behandelt. Der begleitende Austausch wurde von allen Teilnehmenden als wertvoll empfunden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Linking Lynx-Netzwerk bemüht sich auch in Zukunft, einen solchen Erfahrungs- und Wissensaustausch zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Jan 2024 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1705668985-Titelbild_i_V_News.jpg" length="2402755" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.linking-lynx.org/de/news/auswilderung-12</link>
			<title>Auswilderung</title>
			<description>&lt;p&gt;Finja stammt aus einem Wildgehege im deutschen Thüringen. Die Luchsin wurde in Rheinland-Pfalz auf ihre Auswilderung vorbereitet und erfüllte sowohl genetisch, gesundheitlich wie auch verhaltensökologisch alle Voraussetzungen dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finja wurde in einem geeigneten Lebensraum freigelassen, wo bisher keine weiblichen Luchse vorhanden waren. Männliche Luchse sind immer wieder nach Baden-Württemberg eingewandert, insbesondere aus der Schweiz. Mit der Auswilderung von Finja sind Hoffnungen verbunden, dass sie sich mit einem wildlebenden Kuder fortpflanzt. Dieses Luchsvorkommen trüge dann zur Vernetzung einzelner europäischer Luchsvorkommen bei. Für das langfristige Überleben der Art in Mitteleuropa ist die Vernetzung der einzelnen Luchsvorkommen untereinander äusserst wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Auswilderung von Finja arbeiteten die Landesregierung von Baden-Württemberg und Behörden wie die FVA, der WWF Deutschland, der Zoo Karlsruhe und der Landesjagdverband zusammen. Bei der Auswilderung&amp;nbsp;wurden Linking Lynx Protokolle umgesetzt. Geplant ist bis im Jahr 2027 bis zu neun weitere weibliche Luchse im gleichen Gebiet auszuwildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&amp;quot;https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unser-service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/pressemitteilung/pid/erste-luchskatze-finja-in-baden-wuerttemberg-ausgewildert&amp;quot;&gt;Zur Pressemitteilung &lt;/a&gt;des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 01 Dec 2023 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.linking-lynx.org/data/Ressources/1701760212-Finja_05_FVA_Strein_s.jpg" length="345578" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
	</channel>
</rss>
