Linking Lynx

Schutz der Karpatenluchs-Metapopulation

Linking Lynx ist ein Expertinnen -und Experten-Netzwerk, das sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses beschäftigt. Unser langfristiges Ziel ist es, eine lebensfähige Metapopulation des Karpatenluchses in Europa zu schaffen, welche sich von den Karpaten bis hin zum Jura, den Westalpen und dem Dinarischen Gebirge erstreckt.

© Laurent Geslin © Laurent Geslin

© Laurent Geslin

Working Groups

Das Linking Lynx-Netzwerk umfasst sechs Arbeitsgruppen (Beschaffung, Genetik, Gesundheit, Politik, Monitoring und öffentliches Engagement) sowie geplante und laufende Wiederansiedlungs- und Bestandesstützungsprojekte. Ein Lenkungsausschuss – bestehend aus den Koordinatoren der einzelnen Arbeitsgruppen und einer Gesamtkoordinatorin von Linking Lynx – ist für die Festlegung der Tagesordnung, die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsgruppen und die gemeinsame Kommunikation zuständig. Zu den weiteren Aufgaben des Lenkungsausschusses gehören die Organisation regelmäßiger Luchskonferenzen und die Festlegung der Finanzierungsprioritäten innerhalb der Arbeitsgruppen.
 

Sourcing Working Group

Diese Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, die Verwendung von Luchsen aus verschiedenen Quellen (Wildfänge, verwaiste Luchse, ex-situ gezüchtete Luchse) für Umsiedlungsprojekte zu koordinieren.

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Genetics Working Group: CElynx Consortium

CElynx ist ein Konsortium wissenschaftlicher Institutuonen, die an einem harmonisierten genetischen Monitoring der mitteleuropäischen Luchspopulationen arbeiten.

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Health Working Group

Diese Arbeitsgruppe vereint Expertinnen und Experten unterschiedlichem Hintergrunds, die sich für die Verbesserung aller Aspekte der Gesundheit des Luchses einsetzen.

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Policy Working Group

Die «Policy Working Group» dient als Bindeglied zwischen dem eigenen Netzwerk und den Behörden, Verwaltungen und politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern

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Public Engagement Working Group

Die Arbeitsgruppe formuliert Leitlinien für die Zusammenarbeit mit Menschen, Interessengruppen und wichtigen Akteuren.

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Monitoring Working Group

Kenntnisse über den Zustand und die Verbreitung des Karpatenluchses ist für das Management von entscheidender Bedeutung. Die Arbeitsgruppe will die Grundlage für das Monitoring des Karpatenluchses in seinem natürlichen Lebensraum schaffen.

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© LIFE Lynx Project

Was ist Linking Lynx?

Linking Lynx ist ein Expertinnen -und Experten-Netzwerk, das sich mit der Erhaltung, dem Monitoring und dem Management des Karpatenluchses beschäftigt. Das Netzwerk wurde als Reaktion auf die Empfehlungen gegründet, die auf dem ersten europäischen Luchserhaltungstreffen 2019 in Bonn ausgesprochen wurden. Diese Empfehlungen wurden anschließend vom Ständigen Ausschuss der Berner Konvention als Empfehlung Nr. 204 angenommen (Europarat 2019). Bei einem Folgetreffen im deutschen Harz im Jahr 2023 trafen sich Luchsexpertinnen und Experten, die sich mit dem Schutz des Karpatenluchses beschäftigen, erneut und gründeten das Netzwerk «Linking Lynx».

Hauptziel

Unser langfristiges Ziel ist es, die bestehenden Populationen miteinander zu verbinden und eine lebensfähige Luchs-Metapopulation zu schaffen, die sich von den Karpaten bis zum Jura und den Westalpen erstreckt, einschliesslich des deutschen Mittelgebirges und eines Teils des Dinarischen Gebirges. Um dieses Ziel zu erreichen, sind eine grenzüberschreitende Erhaltungsstrategie für den Luchs in den Karpaten, weitere Wiederansiedlungen und die Stärkung genetisch verarmter Populationen erforderlich. Um den Bedarf an Luchsen für die Wiederansiedlung zu decken und gleichzeitig eine Übernutzung der wilden Ausgangspopulationen zu vermeiden, ist die Zusammenarbeit mit dem EAZA-Zuchtprogramm in Gefangenschaft entscheidend.

Wo lebt der Luchs in Europa

In Europa leben drei genetisch definierte Unterarten des Eurasischen Luchses, die von der Cat Specialist Group der «International Union for Conservation of Nature Species Survival Commission» (IUCN SSC) anerkannt sind:

  • Nordluchs (Lynx lynx) in Nordeuropa 
  • Karpatenluchs (Lynx carpathicus) in Ost- und Mitteleuropa
  • Balkanluchs (Lynx balcanicus) in den südwestlichen Balkanländern

Hauptbedrohungen für Luchse in Europa

Auch wenn der Eurasische Luchs nicht in seinem gesamten Verbreitungsgebiet gefährdet ist, sind einige lokale Populationen bedroht. In West- und Mitteleuropa, wo die Art Ende des 19. Jahrhunderts ausgestorben war, wurden aus der Unterart des Karpatenluchses mehrere Populationen wieder angesiedelt. Alle diese wieder angesiedelten Populationen sind immer noch klein und leben isoliert mit begrenztem genetischem Austausch. Auch der Erhalt der Ursprungspopulation in den Karpaten ist nicht gesichert. Die Populationszahlen wurden früher überschätzt. Dies führte zu Konflikten mit menschlichen Interessen. Weitere Bedenken beziehen sich auf die Qualität der Lebensräume und deren Vernetzung.

News Linking Lynx

© Luchs Thüringen© Luchs Thüringen

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Projektupdate

Verschollene Luchsin Vreni wieder aufgetaucht – mit Nachwuchs
Erster dokumentierter Fortpflanzungserfolg einer im Thüringer Wald ausgewilderten Luchsin
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© Luchs Thüringen© Luchs Thüringen

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Projektupdate

Verschollene Luchsin wieder aufgetaucht – mit Nachwuchs Vreni lebt!
Grosse Freude im Wildnispark Zürich: Die im August 2024 im Thüringer Wald ausgewilderte Luchsin Vreni hat Nachwuchs bekommen. Die Freude ist umso grösser, weil das Luchsweibchen lange als verschollen galt.
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© Max Boxleitner© Max Boxleitner

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Umsiedlung

Siebter Luchs im Thüringer Wald ausgewildert: Kuder Gabriel verstärkt Population
Im Thüringer Wald ist gestern (20.04.2026) ein weiterer Luchs im Rahmen des Projektes „Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen“ ausgewildert worden. Der Kuder Gabriel erkundete in den Abendstunden nahe Oberhof erstmals seine neue Umgebung. Mit ihm wächst die noch junge Population im Thüringer Wald weiter – ein wichtiger Schritt für die Rückkehr der scheuen Katze nach Thüringen. Aktuell leben im Thüringer Wald mindestens acht selbstständige Luchse. 
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Symbolbild © Laurent GeslinSymbolbild © Laurent Geslin

Symbolbild © Laurent Geslin

Wanderung

Luchs Juro überwindet Hochrhein hin zur Schweiz
Erstmals konnte das Luchsmonitoring der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mittels GPS-Daten verfolgen, wie ein Luchs vom Südschwarzwald in die Schweiz wandert. Luchs Juro zeigt, wie wichtig die Vernetzung von Wildtierlebensräumen ist.
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