Zucht
Traurige Nachricht aus dem Nationalpark Harz: Die drei Jungluchse sind tot
Ein Tier war tot im Gehege gefunden worden, die anderen mussten wegen angeborener Fehlbildungen eingeschläfert werden.

© Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen
Pressemitteilung Nationalpark Harz, 04.09.2026:
Mit großem Bedauern muss die Nationalparkverwaltung den Tod der drei Jungluchse mitteilen, die in diesem Frühjahr von der Zuchtluchsin Rikki im Gehege des Nationalparks zu Welt gebracht wurden. Eines der Jungen war vor Kurzem tot im Gehege gefunden worden. Dieser Fund war der Anlass für eine intensive tiermedizinische Untersuchung der anderen beiden, die im Anschluss wegen erheblicher angeborener Fehlbildungen innerer Organe, welche ein Überleben ohne Leid unmöglich gemacht hätten, von einem Tierarzt eingeschläfert wurden. Für weitere Untersuchungen und zur genauen fachlichen Klärung der Ursachen für diese unvorhersehbare Entwicklung arbeitet die Nationalparkverwaltung eng mit Tiermedizinern und Pathologen zusammen. Die Haltungs- und Aufzuchtbedingungen im großen Freigehege des Nationalparks entsprechen dem von internationalen Experten erstellten Protokoll zur Zucht von Luchsen für Wiederansiedlungsprojekte. Die Tiere werden von einem erfahrenen Zootierpfleger betreut. Die tierschutzfachliche Aufsicht wird durch eine beauftragte Tiermedizinerin sichergestellt. Notwendige tiermedizinische Maßnahmen werden von erfahrenen Tierärzten durchgeführt. Dr. Roland Pietsch, Leiter des Nationalparks: „Das ist ein großer Rückschlag für uns, für die Erhaltung dieser faszinierenden und immer noch stark gefährdeten Tierart in Europa, sowie für meine Kolleg:innen, die sich mit so viel Engagement, Sachverstand und Erfahrung einbringen. Nun gilt es zunächst, zügig die Ursache zu ermitteln, insbesondere durch erweiterte Untersuchung der Zuchttiere, und daraus das weitere Vorgehen abzuleiten.“
